Schweiz

Der «allerletzte Moment» für eine Grippeimpfung

Aktualisiert am 05.01.2011 16 Kommentare

In der Schweiz hat die Grippewelle weiterhin das Ausmass einer Epidemie. Das Bundesamt für Gesundheit sagt, für welche Bevölkerungsgruppen sich eine Impfung empfiehlt.

Ein solcher Ansturm wird in diesem Jahr nicht erwartet: Impfung gegen die Schweinegrippe, Universitätsklinik Zürich, 2009.

Ein solcher Ansturm wird in diesem Jahr nicht erwartet: Impfung gegen die Schweinegrippe, Universitätsklinik Zürich, 2009.
Bild: Keystone

Die Grippewelle in der Schweiz wächst. Hochgerechnet auf 100'000 Einwohner haben 83 Personen in der letzten Woche 2010 einen Arzt wegen Grippe besucht. Bei 66 Prozent der nachgewiesenen Viren handelte es sich um das Schweinegrippe-Virus A(H1N1).

Das klingt alarmierend, aber Daniel Koch, Leiter Pandemievorbereitung beim Bundesamt für Gesundheit (BAG), gibt Entwarnung: Ausser für Risikogruppen sei A(H1N1) «ein relativ harmloses Virus, das sich wie eine gewöhnliche Grippe auskurieren lässt».

Gleichzeitig wies der BAG-Experte darauf hin, dass Risikopatienten sich gegen die Grippe impfen lassen sollten: «Dies gilt auch für jüngere Chronischkranke und für Schwangere.» Impfen wird zudem empfohlen für Frühgeborene, ältere Menschen, Bewohner von Alters- und Pflegeheimen sowie das Gesundheitspersonal.

Jetzt impfen, sonst ist es zu spät

Nun sei «der allerletzte Moment» für eine Grippeimpfung, sagte Koch. Der Aufbau des Impfschutzes benötige etwa zwei Wochen. Man stehe «erst am Anfang der Grippewelle». Dies im Gegensatz zu letztem Winter, als in der Schweiz bereits Ende November die Spitze der Schweinegrippe-Fälle erreicht war.

In diesem Winter war in der Schweiz der epidemische Schwellenwert von 72 Arztbesuchen pro 100'000 Einwohner erstmals in der zweitletzten Woche des Jahres 2010 überschritten worden. Hochgerechnet auf 100'000 Einwohner hatten 79 Personen einen Arzt wegen Grippe aufgesucht.

Gemäss den am Mittwoch publizierten BAG-Zahlen stieg in der letzten Woche 2010 die Inzidenz auf 83 grippebedingte Arztkonsulationen pro 100'000 Einwohner.

Babys und Kleinkinder

Am stärksten erwischt hat es Kinder bis zu vier Jahren. Auf 100'000 Einwohner kam es in dieser Altersgruppe zu 112 Konsultationen beim Arzt. Bei Kindern im Alter von 5 bis 14 Jahren betrug die Inzidenz 83 und bei Personen zwischen 15 und 29 Jahren 100. 97 lautet der Wert für 30- bis 64-Jährige. Bei Seniorinnen und Senioren über 65 Jahren hingegen gab es lediglich 9 Arztbesuche wegen Grippe auf 100'000 Einwohner.

Am stärksten betroffen sind mit 124 grippebedingten Arztbesuchen pro 100'000 Einwohner die Kantone Bern, Freiburg und Jura. Auf eine Inzidenz von 109 kommen die Kantone Graubünden und Tessin. 88 beträgt die Inzidenz in den Kantonen Aargau, Baselland, Basel-Stadt, Solothurn, Genf, Neuenburg, Waadt und Wallis.

Noch keine Epidemie gibt es mit einer Inzidenz von 55 in den beiden Appenzell, St. Gallen, Schaffhausen, Thurgau und Zürich. Bloss 25 beträgt der Wert in den Kantonen Glarus, Luzern, Nid- und Obwalden, Schwyz, Uri und Zug. (mrs/sda)

Erstellt: 05.01.2011, 12:47 Uhr

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16 Kommentare

Simon Leighton

05.01.2011, 13:09 Uhr
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Hat die Novartis letztes Jahr eigentlich den Ersten Preis für die beste Marketingkampagne erhalten? Ein Jahr später wurde ihr Produkt sogar zum Selbstläufer. Antworten


Yvonne Bernard

05.01.2011, 14:12 Uhr
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Darf man überhaupt nicht mehr krank sein.Immer diese Impferei.Gerade im Moment bin ich an meiner Grippe mit bakterieller Bronchitis am auskurieren!So eine Grippe schadet doch wirklich nicht und ich hatte eine schwere Grippe!Im gegenteil,somit wird wieder mal das Immunsystem mobilisiert!Unsere Kinder haben wir nur gegen Diphterie und Kinderlähmung geimpft alle Kinderkrankheiten,gut überstanden Antworten



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