Der Schweiz fehlen bald 400'000 Arbeiter
Aktualisiert am 23.05.2011 413 Kommentare
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Eine noch unveröffentlichte Studie des Gewerkschaftsverbands Travailsuisse zeigt gemäss einer Recherche der «SonntagsZeitung», dass der Schweiz im Jahr 2030 trotz Zuwanderung rund 411’000 Angestellte fehlen.
«Die Frage ist nicht, wie eng es in 20 Jahren in den Zügen wird wegen der vielen Zuwanderer; die Frage lautet vielmehr: Fahren die Züge noch, wenn uns die Lokomotivführer fehlen?», sagt Travailsuisse-Präsident Martin Flügel gegenüber der Zeitung. Er mache sich keine Sorgen darüber, ob dereinst im Altersheim noch ein Bett für ihn frei sei, sondern, ob die Altersheime überhaupt noch betrieben werden können, wenn Pfleger und Krankenschwestern fehlen.
8,7 Millionen Einwohner
Die Studie, die sein Verband beim Büro Bass in Bern in Auftrag gegeben hat, besagt, dass bei einem bescheidenen Wirtschaftswachstum von einem Prozent und einer Zuwanderung von 22’000 Personen im Jahr 2030 in der Schweiz ein riesiger Arbeitskräftemangel herrscht, so die «SonntagsZeitung».
Der Studie zugrunde liegt das mittlere Bevölkerungswachstums-Szenario des Bundesamtes für Statistik. Demnach wird die Zahl der Einwohner bis 2030 auf 8,7 Millionen steigen.
Neue Arbeitskräfte rekrutieren
Besonders der Pflegebereich wird gemäss der «SonntagsZeitung» stark unter dem Mangel an Arbeitskräften leiden. Bundesrat Johann Schneider-Ammann warnte so auch am Swiss Economic Forum (SEF) in Interlaken: «In Spitälern ist das Reservoir an Ärzten aus Deutschland bereits ausgeschöpft.»
Die Zahl der Pflegebedürftigen wird bis 2030 ebenfalls auf rund 182'000 ansteigen, so eine Studie des Gesundheitsobservatoriums. Und, wie die «SonntagsZeitung» betont, sind auch die Nachbarländer der Schweiz von einer alternden Bevölkerung betroffen.
Eine Fachkräfte-Initiative, welche Schneider-Ammann am SEF lancierte, hat demnach auch zum Ziel, möglichst viele Arbeitskräfte im Inland zu rekrutieren. Laut «SonntagsZeitung» soll dies unter anderem durch die Pensenerhöhungen von Frauen, die Teilzeit arbeiten, erreicht werden. Fraglich bleibt, ob diese Massnahme allein eine reelle Chance hat, die enorme Knappheit von Arbeitskräften zu entschärfen.
Erstellt: 22.05.2011, 17:02 Uhr
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413 Kommentare
Jahrelang wurden gut ausgebildete Arbeitskräfte frühzeitig in den Ruhestand geschickt, gleichzeitig wurde "optimiert", sprich rationalisiert und Löhne gedrückt. Dann wurde der Numerus clausus eingeführt, so dass gezielt qualifizierte Arbeitskräfte fehlten. Mit diesem Argument wurde dann das Volk in Angst und Schrecken versetzt um die Wahlen für die Personenfreizügigkeit zu gewinnen. Top Strategie Antworten
Das Wachstum bringt gemäss letzten Studien dem Mittelstand nichts. Allenfalls Reallohnverluste. Die Frage sei erlaubt: Weshalb dann immer noch mehr Arbeitsplätze in die Schweiz holen? Firmen mit Dumping-Steuern und deren Manager mit Steuergeschenken in die Schweiz locken? Damit wir möglichst bald den 10 millionsten Einwohner feiern können? Da läuft doch was gewaltig schief... Antworten
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