Darf die SVP aus Fotomodels Kriminelle machen?
Aktualisiert am 27.10.2010 56 Kommentare
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Der Vergewaltiger Ivan S., der Sozialbetrüger Ismir K. und der Kinderschänder Detlef S.: Das sind Motive der Plakatkampagne der Ausschaffungs-Initiative der SVP. Damit hat sich die Volkspartei inzwischen Ärger eingehandelt. Die kanadische Bildagentur iStockphoto rügt die SVP wegen der Plakate, wie die «Aargauer Zeitung» (AZ) berichtet. Obwohl die Personen auf den Originalfotos bereits üble Typen darstellen, sei es gemäss der Lizenzvereinbarung der Fotoagentur verboten, diese in einem noch schlechteren Licht darzustellen. So hat die PR-Agentur Goal, die seit Jahren für die SVP umstrittene Kampagnen macht, aus einem Gang-Mitglied einen Vergewaltiger gemacht.
«Fotos von iStockphoto dürfen auf diese Weise nicht für politische Kampagnen verwendet werden», sagt Sven Ole Schubert des deutschen Ablegers der kanadischen Agentur iStockphoto. Es gehe schliesslich um den Schutz der Fotomodelle. Bei der Verwendung dieser Bilder brauche es einen klaren Hinweis, dass diese Personen Fotomodelle seien. Die kanadische Bildagentur will nun rechtliche Abklärungen treffen und bei der SVP vorstellig werden. Gemäss der «Aargauer Zeitung» ist auch der Fotograf Milan Zeremski, der die Bilder gemacht hat, gar nicht erfreut über die Verbrecherplakate der SVP.
«Das Ganze ist unproblematisch»
Diese Aufregung kann die SVP gar nicht nachvollziehen. «Unsere PR-Agentur hat die entsprechenden Bildrechte, das Ganze ist unproblematisch», sagt Martin Baltisser, Generalsekretär der SVP. Für eine politische Kampagne sei es üblich, dass eine Agentur die Fotos bei einer Bilddatenbank erwerbe. Gemäss dem AZ-Bericht gibt sich auch Alexander Sebert, Geschäftsführer der Dübendorfer PR-Agentur Goal, gelassen: «Wir nutzen iStockphoto schon seit Jahren, und es gab noch nie Probleme damit.» (vin)
Erstellt: 27.10.2010, 10:34 Uhr
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56 Kommentare
Typisch SVP-Marketing. Eine Mogelpackung. Es ist nicht drin, was suggeriert wird drin zu sein. Genau wie die Ausschaffungsinitiative auch. Diese verspricht und suggeriert auch, was nicht eingehalten und nicht eintreffen wird. Die Gewalt in den Städten, die Kriminalitätsrate unter den Ausländern wird nicht abnehmen. Aber wir haben einen unsinnigen Artikel in der Bundesverfassung stehen. 2xNEIN! Antworten
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