Schweiz
Calmy-Rey in Kenia eingetroffen
UNO befürchtet Ausweitung der Hungesnot
Die Hungersnot in Somalia könnte sich nach Einschätzung der Vereinten Nationen binnen eines Monats auf den gesamten Süden des Landes ausweiten, wenn die internationale Gemeinschaft nicht mehr Unterstützung zur Verfügung stellt.
Ohne deutlich mehr Spenden seien bald weitere fünf oder sechs weitere Regionen in Somalia von Hunger betroffen, teilte das UN-Flüchtlingshilfswerk (UNHCR)mit. Die Hilfsorganisation Oxfam erklärte, die Hungerkatastrophe gerate ausser Kontrolle.
Die bisherigen Spenden könnten mit dem Bedarf nicht mithalten, erklärte Oxfam weiter. Nach UN-Angaben werden weitere 1,4 Milliarden Dollar gebraucht. In Somalia, Kenia, Äthiopien und Dschibuti sind mehr als zwölf Millionen Menschen auf Lebensmittelhilfe angewiesen. (dapd)
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Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey ist in der kenianischen Hauptstadt Nairobi eingetroffen. Am Mittwoch besucht sie ein kenianisches Flüchtlingslager in der Nähe der somalischen Grenze.
Laut Angaben von Lars Knuchel, dem Sprecher des Departementes für auswärtige Angelegenheiten (EDA), traf sich Calmy-Rey mit Vertretern internationaler Organisationen und Fachleuten, die mit der Ernährungskrise und der Hungersnot in diesem Teil der Welt beschäftigt sind.
Schweizer Aktionen
Am Mittwoch ist ein Besuch des Flüchtlingslagers Dadaab, rund 100 Kilometer südlich der somalischen Grenze, vorgesehen. Dort will sich die Bundespräsidentin ein Bild von der aktuellen Situation machen und mögliche Aktionen der Schweiz evaluieren.
Bis zu 1500 Somalier strömten täglich in das Flüchtlingslager Dadaab, wie es aus Kreisen des Kinderhilfswerkes UNICEF hiess. Das ursprünglich für 90'000 Menschen gebaute Lager beherberge mittlerweile über 400'000 Menschen. (kpn/sda)
Erstellt: 02.08.2011, 20:54 Uhr
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