Schweiz

Burkhalters Friedensmission in der entmilitarisierten Zone

Aktualisiert am 26.03.2012 8 Kommentare

Didier Burkhalter besuchte heute die umstrittene Grenzzone zwischen Nord- und Südkorea. Dabei unterstrich der Bundesrat die Wichtigkeit der Schweizer Delegation, die sich vor Ort befindet.

1/6 Wir werden so lange hier bleiben, wie wir gebraucht werden: Burkhalter an der Grenze zu Nordkorea. (26. März 2012)
Bild: AFP

   

Der Nukleargipfel in Seoul

Der Nukleargipfel in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul ist bereits der zweite dieser Art innerhalb von zwei Jahren. Im April 2010 waren 47 Staats- und Regierungschefs, darunter auch Bundeskanzlerin Angela Merkel, in Washington zusammengekommen. Dort verständigten sie sich auf ein gemeinsames Vorgehen gegen den illegalen Handel mit atomarem Material. Hintergrund ist die Befürchtung, dass atomwaffenfähige Substanzen in die Hände von Terroristen gelangen könnten.

Den Anstoss zum ersten Gipfel zur Atomsicherheit hatte im April 2009 US-Präsident Barack Obama gegeben. In einer viel beachteten Grundsatzrede in Prag kündigte er konkrete Schritte für eine weltweite Atomabrüstung an. Obama sprach sich unter anderem für eine Überarbeitung des Atomwaffensperrvertrags aus, um innerhalb der nächsten vier Jahre jegliches atomwaffenfähige Material weltweit zu sichern. (dapd)

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Bundesrat Didier Burkhalter hat heute die entmilitarisierte Zone zwischen Süd- und Nordkorea besichtigt. Am Grenzkontrollpunkt Panmunjom traf er die Schweizer Mitglieder der Neutralen Waffenstillstands-Überwachungskommission(NNSC).

Die Neutralität der Schweiz offenbare hier ihren Wert, sagte Burkhalter vor dem Schweizer Kontingent, das seit bald 60 Jahren auf der koreanischen Halbinsel seinen Dienst tut und heute noch fünf Offiziere umfasst. Die Schweizer Präsenz sei symbolisch, sagte Kommandant Urs Gerber der Nachrichtenagentur SDA vor Ort. Man werde aber so lange bleiben, wie man hier gebraucht werde.

Nordkorea anerkennt Grenzzone nicht

Nach dem Koreakrieg hat es nie einen Friedensvertrag gegeben. 1953 wurde auf dem 38. Breitengrad quer durch die koreanische Halbinsel eine rund 240 Kilometer lange und vier Kilometer breite sogenannte entmilitarisierte Zone geschaffen. Allerdings hat Nordkorea die vier Kilometer breite Grenzzone nie anerkannt.

Burkhalter nahm am Montag in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul auch an der Eröffnung des Weltgipfels zur Vorbeugung von Nuklearterrorismus teil. Der Schweizer Aussenminister wurde dabei von Präsident Lee Myung-bak persönlich begrüsst.

Ranghohe Vertreter aus 53 Ländern nehmen an diesem Treffen in Seoul teil, darunter US-Präsident Barack Obama. Burkhalter trifft sich am Montag unter anderem mit dem italienischen Regierungschef Mario Monti. (mrs/sda)

Erstellt: 26.03.2012, 13:21 Uhr

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8 Kommentare

Sandra Gerber

26.03.2012, 13:50 Uhr
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Was müssen unsere Bundesräte in der Welt rumjeten ? Sie sollen besser mal die Arbeit daheim machen, es gibt genug zu tun. Antworten


Karl Locher

26.03.2012, 14:30 Uhr
Melden 11 Empfehlung 0

Und was hat die ganze Übung mit den CH-Offizieren bisher gekostet? Genützt hat sie sicher gar nichts, also sofort Rückzugsbefehl erteilen! Antworten



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