Schweiz
Burkhalter vermittelt in Südkorea
Sind heute zusammengekommen: Aussenminister Didier Burkhalter und seit südkoreanischer Amtskollege Kim Sung-hwan in Seoul. (Bild: Keystone )
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Hoher Besuch in Südkorea: Barack Obama ist für den Weltgipfel über atomare Sicherheit nach Seoul gereist. (Video: Reuters)
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Bundesrat Didier Burkhalter ist am Sonntag zum Auftakt eines dreitägigen Südkorea-Besuches mit Aussen- und Handelsminister Kim Sung-Hwan zusammengetroffen. Dabei kam auch der für bald erwartete Start einer nordkoreanischen Langstreckenrakete zur Sprache.
Die Atommacht Nordkorea hatte für April den Start einer Langstreckenrakete mit Satellit angekündigt. Südkorea sei beunruhigt, hielt Aussenminister Burkhalter nach dem Gespräch mit Kim gegenüber der Nachrichtenagentur sda fest.
Heikle Lage beruhigen
Es sei wichtig, die heikle Lage zu beruhigen und zur Vernunft zurückzukehren. Im Konflikt zwischen den seit 1953 getrennten Staaten sei auch der Schweizer Beitrag in der entmilitarisierten Zone bei Panmunjom wichtig. Burkhalter wollte sich am Montag dorthin begeben, bevor er in Seoul am Gipfel über atomare Sicherheit teilnimmt.
Bei seinem Treffen mit seinem südkoreanischen Kollegen besprach der Bundesrat auch bilaterale Themen sowie Fragen der nachhaltigen Entwicklung, die im Juni an der UNO-Konferenz in Rio de Janeiro erörtert werden.
Südkorea sei ein sehr dynamisches Land, das den strategischen Schwerpunkten der Schweiz entspreche. Die Beziehungen müssten deshalb noch vertieft werden, sagte Burkhalter weiter.
«Swiss Weeks»
Nach dem Ministertreffen nahm der Bundesrat an der Eröffnung der «Swiss Weeks» in Seoul teil. Diese Schweizer Wochen stehen im Zeichen des 50-Jahr-Jubiläums der bilateralen Beziehungen sowie der bevorstehenden Weltausstellung in der südkoreanischen Stadt Yeosu.
Die Schweiz wird sich an der von Mai bis August dauernden Ausstellung als «Wasserschloss Europas» präsentieren. Dazu stellt sie einen Felsen und ein Stück eines Gletschers in ihrem Pavillon aus.
Die dafür aufgewendeten sieben Millionen Franken seien gut investiert, meinte Burkhalter. Die Schweiz funktioniere, weil sie zum Ausland hin offen sei. Dies müsse immer wieder auch am konkreten Beispiel gezeigt werden, wie nun in Yeosu.
Kritik an China
Auch US-Präsident Barack Obama weilt in Südkorea. Vor dem Atom-Gipfel in Seoul haben er und sein südkoreanischer Kollege Lee Myung Bak Nordkorea vor «Provokationen» gewarnt. Der von Pyongyang für April geplante Start einer Langstreckenrakete bedrohe den Weltfrieden, warnte Lee am Sonntag nach einem Treffen mit Obama. «Nordkorea wird mit Drohungen und Provokationen nichts erreichen», sagte Obama an der Pressekonferenz mit Lee.
Obama kritisierte in Seoul auch die Haltung Chinas gegenüber dem verbündeten Nordkorea. Diese habe in den vergangenen Jahrzehnten nicht zu einer Änderung des Verhaltens der Führung in Pyongyang geführt, sagte der US-Präsident.
Seiner Ansicht nach ist derzeit schwer zu beurteilen, wer in Nordkorea «die Strippen zieht». Es sei schwierig, sich ein Bild vom jungen Kim Jong-un zu machen, der nach dem Tod seines Vaters Kim Jong-il Mitte Dezember die Macht übernommen hatte.
(wid/sda/afp)
Erstellt: 25.03.2012, 23:22 Uhr
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