Schweiz
Diskussion
Bund schlampt bei Bauprojekten
Die Finanzkontrolle hat bei Bauprojekten des Bundes erhebliche Mängel festgestellt wie fehlende Kontrolle, falsche Verrechnung und Zuschläge ohne Offerte. Mehr...
Von Christian Brönnimann.
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
26 Kommentare
Schade, dass Kostenkontrolle und haushälterisches Umgehen mit Steuergeldern bei keiner politischen Partei ein grosses Thema ist. Scheinbar hängen alle in diesem Korruptionssumpf drin.
Es handelt sich um anvertraute Steuergelder, die oft hart erarbeitet mussten. Für jeden Franken, den man als Aufwand geltend macht, muss minutiös ein Beleg eingereicht werden.
Antworten
s'ist wie bei den öffentlichen anlagen! pärke, spielplätze,bibliotheken - wenn's allen gehört , dann gehört's niemandem. warum soll der bund sparsam und kritisch sein ? der fresstrog wird kontinuierlich gefüllt, schuldige kennt man nicht. muss man vergleiche mit der privatwirtschaft ziehen? eben - s'ist klar: was staatlich wird nie gut. erstaunlich dass niemand (scheinbar) konsequenzen fordert. Antworten
Im Artikel steht, dass durch die etwas schlampige Protokollierung der Vorgänge ev. keine Mehrkosten entstehen. Als Bauleiter kann ich sagen, dass so ganz gut mit Privaten, Firmen und Behörden gebaut wird, niemand profitiert ungerechtfertigt. Wenn man so stark protokollieren müsste, käme es zu Bauverzögerungen und eine aufgeblähte Bürokratie bei Auftraggeber, Bauleitung und Unternehmer (Mehrkosten) Antworten
@Peter Müller. Für mich ist das eine reflexhafte Abwehrhaltung, um mehr Transparenz und Kontrolle zu verhindern. Es irritiert mich, dass diese Aussage von einem qualifizierten und professionellen Bauleiter stammen soll.
Kommt nun als nächstes ein Bücherexperte und hauptet, dass eine detaillierte MwSt.-Abrechnung nicht mehr nötig sei, weil sie Bürokratie, Verzögerungen und Mehrkosten verursacht?
Mich wundert diese Schlamperei nicht im Geringsten. Da die Stellenbesetzungen sowieso meist unter der Hand an Bekannte vergeben werden die teils fragwürdige Qualifikationen besitzen. Ein Studium garantiert eben noch lange nicht dass man die bautechnischen Zusammenhänge versteht. Dafür aber grosse Löhne beziehen und dem Steuerzahler die Mehrkosten infolge Inkompetenz auflasten, dazu reicht es! Antworten
Wie soll ohne Baujournal u.Leistungkontrolle VOR ORT (!) überprüft werden, ob u.wie Leistungen erbracht werden?!
Entweder haben diese Bundesstellen zuwenig u./oder ungenügend qualifiziertes Personal oder da wird jemand kräftig geschmiert! Ich tippe auf Ersteres. M.a.W. da wird am falschen Ort gespart!! Bauleiter sind höchstqulifizierte Kräfte, werden aber allg.zu schlecht bezahlt.
Antworten
Ja, schon. Bloss hat das Parlament in d.unteren Rängen d.Personal gestoppt. Bauleute wie Bauleiter, Poliere etc. gehören eben ins Team d.Aemter, damit Kontrollen v.Fachleuten vor ORT gemacht u.Bauprotokolle, bzw.Baujournale +entspr.Rechnungen auch v.qualifizierten Leuten überprüft werden können! Dazu gehört auf jeden Fall eine gute bis sehr gute Entlöhnung (Korruptionsgefahr)!!
Die Baubranche ist der Wirtschafts-Sektor wo am meisten braune Umschläge verteilt werden oder anders gesagt am meisten "unlauterer Wettbewerb" betrieben wird. In anderen Ländern sagt man dem Korruption. Dies beginnt bei den Ausschreibungen, über Offerten, über Ausführungen der Arbeiten hin bis zu den Kontrol-Organen. Aus diesem Grunde will man auch keine Transparenz oder neutrale Kontrollen ! Antworten
GANZ sicher nicht! ABER: Das Parlament hat es abgelehnt, Bauunternehmen, die Regeln verletzen (Lohndumping, Schwarzarbeiter, Betrug bei Rechnungsstellung etc.) von Ausschreibungen auszuschliessen u.hierzu eine Liste zu erstellen!!
Alles klar wo es stinkt??
Im Uebrigen waren die Linken FÜR die Liste - wer dagegen war, darf erraten werden...
Beim Bund erstaunt mich nichts mehr. Die genannten Fälle erinnern mich an den Fall Baumhaus der Raiffeisenbank Winterthur, welche ebenfalls sehr dilettantisch und im voraus bzw falsch abgerechnet hat und sogar einen Pool des Bankleiters zu Lasten einem Kunden verrechnet wurde. Bei Raiffeisenbank hatte es jedoch sogar gefälschte Abr. Somit besteht kein wesentlicher Unterschied zur Privatwirtschaft. Antworten
Dies ist nun wirklich keine Überraschung und beschränkt sich mit Sicherheit nicht nur auf Bauprojekte des Bundes. Auch in der Privatwirtschaft ist dies gang und gäbe, sei es beim Bau von Einfamilien- oder Mehrfamilienhäusern, Gewerbeliegenschaften etc.Ich bin überzeugt, dass viele, die den Bund dafür nun massiv kritisieren, privat als auch beruflich schon gleiches gemacht und zu viel bezahlt haben Antworten
Private haben den Auftragnehmer zu kontrollieren und Missstände zu beseitigen ansonsten verlieren sie ihr eigenes Geld, beim Bund ist es so das der Verlust der Steuerzahler bezahlen muss ohne die Möglichkeit die Missständer zu kontrollieren oder beheben, DAS ist der Unterschied. Dies ist ein Baubranchen-Problem, die Firmenbesitzer sind auch Politiker und verhindern Verbesserungen aktiv.
Wenn eine Privatperson zuviel bezahlt, dann ist mir das egal. Das darf sie, denn es ist ihr Geld.
Wenn dies der Staat macht, ist es nicht okay, denn es ist unser Steuergeld, das verbraten wird.
Ausserdem gehe ich davon aus, dass die entsprechenden Firmen durch Freihandaufträge zur Arbeit kamen, deshalb keine Kontrollen.
In Pfäffikon SZ wurden 15 Mio. in die Planung einer Umfahrung ausgegeben, die aber nicht ausgeführt wurde. Bisher glaubte ich, dies sei ein Einzelfall. Offenbar läuft die Begünstigung Privater durch die öffentliche Hand an vielen Orten nach ähnlichem Muster ab. Es muss sich also um sehr hochwertige Schiebereien handeln. Korruption ohne Vorsatz und abgezirkeltes Dazutun gibt es aber wohl kaum. Antworten
Warum boomt wohl die Baubranche und Konstenkorrekturen (nur nach Oben) sind an der Tagesordnung ?? Wurde schon je ein grösseres Projekt termingerecht und unter einhaltung der Kosten fertiggestellt ?? Selten. Ich weiss, ich weiss es gibt Faktoren die man nicht vorhersehen kann und darauf setzt die ganze Baubranche. Antworten
@Blaser: Im Volksmunde würde man dem "Salamitaktik" sagen.
....man müsste auch ein wenig tiefer nachforschen, wer bei solchen Aufträgen und bei der Überwachung der Zusatzaufträge die hohle Hand macht und vielleicht ganz gezielt nicht so genau hinschaut...
da käme vermutlich so einiges ans Tageslicht...
Antworten
Sowohl von Herr Müller wie auch Herr Bucheli sehr gut erkannt. Ich kann nur zustimmen. Kompliment. Eben halt Schweizerisch mehr Schein als sein.
Richtig!
Verflechtungen der Beteiligten über 7 Ecken müsste geprüft werden - Wer bei wem wo und wann ein und aus geht. Das Ergebnis würde erstauenen auslösen - Vettern und Tantenwirtschaft würde sichtbar.
ich weiss, das ist Schnüfelei aber das ausgegebene Geld ist unser Geld und nicht das der Politiker
Zurück zur Story
Schweiz
Alles für Abonnenten und Abonnentinnen
Laden Sie sich Ihr ePaper auf Ihren Computer und blättern Sie gratis und ab 5 Uhr früh in Ihrem "Bund".

Bitte warten



























Angemeldet mit Facebook