Bührle-Kunstraub: Spuren führen zu Rammbock-Räubern
Im Zusammenhang mit dem Bilderraub aus der Bührle-Sammlung wurden DNA-Treffer festgestellt, die auf die Rammbock-Räuber hinweisen, bestätigte der zuständige Staatsanwalt am Mittwoch auf Anfrage einen Bericht der Sendung «10vor10» des Schweizer Fernsehens.
Ermittlungen nicht gefährden
Mehr Informationen gab der Staatsanwalt nicht. Er wolle die Ermittlungen nicht gefährden, sagte er. Gewissheit gäbe es immer erst, wenn die Täter überführt seien, weil DNA-Spuren auch von Personen stammen könnten, die nichts mit dem Verbrechen zu tun haben.
Der Zürcher Kunstraub datiert vom 10. Februar 2008. Drei maskierte und bewaffnete Männer hatten vier Ölgemälde aus der Sammlung E. G. Bührle gestohlen. Zwei davon - Claude Monets «Mohnfeld bei Vétheuil» und Vincent van Goghs «Blühende Kastanienzweige» - wurden eine Woche später in einem parkierten Auto gefunden.
Zwei wertvolle Bilder fehlen immer noch
Unauffindbar sind bis heute Paul Cézannes «Der Knabe mit der Roten Weste» (100 Millionen Franken) und «Ludovic Lepic und seine Töchter» von Edgar Degas, das 10 Millionen Franken wert ist.
Bei der Rammbock-Methode verschaffen sich Räuber mit einem Auto Zugang zu einem Geschäft, meist zu einem Schmuckgeschäft, und räumen es aus. Danach flüchten sie mit einem anderen Fahrzeug. (cpm/sda)
Erstellt: 04.02.2009, 22:11 Uhr
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