Schweiz

Britische Bonisteuer setzt der CS arg zu

Aktualisiert am 22.07.2010 8 Kommentare

Die Sondersteuer in Grossbritannien auf hohe Managerboni belastet das Quartalsergebnis der CS stark. Die Grossbank hat die Fixlöhne erhöht und weist einen zusätzlichen Personalaufwand von 447 Millionen Franken aus.

Die Zeiten für die Grossbank bleiben hart: Hauptsitz der Credit Suisse am Zürcher Paradeplatz.

Die Zeiten für die Grossbank bleiben hart: Hauptsitz der Credit Suisse am Zürcher Paradeplatz.
Bild: Keystone

Das zweite Quartal

Die Credit Suisse hat im zweiten Quartal einen Reingewinn von 1,6 Milliarden Franken erzielt. Der Rückgang des Gewinns um 22 Prozent gegenüber dem Vorquartal ist namentlich auf ein tieferes Ergebnis im Investmentbanking zurückzuführen.

In diesem Geschäftsbereich sank der Nettoertrag aufgrund der schlechten Marktsituation um 21 Prozent, wie die Grossbank am Donnerstag mitteilte. Namentlich das Anleihengeschäft verlief im letzten Quartal harzig. Dagegen seien die Erträge im Aktienhandel und im Emissions- und Beratungsgeschäft gut.

Der Vorsteuergewinn des Investment Bankings ging gegenüber dem Vorquartal aber dennoch um mehr als die Hälfte auf 784 Millionen Franken zurück.

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Die Credit Suisse (CSGN 19.09 -1.39%) hat ihrem oberen Kader in London aufgrund der Steuer die variablen Lohnzahlung gekürzt. Credit-Suisse-Topmanager in Grossbritannien erhalten dieses Jahr 30 Prozent weniger Bonus. Die Schweizer Grossbank reagierte damit auf den Beschluss der britischen Regierung, eine Steuer von 50 Prozent auf üppige Bankerboni zu erheben.

Mit den Steuereinnahmen aus der Bonisteuer will Grossbritannien die Banken an den Kosten für staatliche Rettungsaktionen während der Finanzkrise beteiligen.

Trotz der Bonikürzung weist die Grossbank den durch die Steuer verursachten zusätzlichen Personalaufwand mit 447 Millionen Franken aus. Auch weil die Fixlöhne bei den betroffenen Bankern in London erhöht wurde.

CS legt Geld für Rechtsstreitigkeiten zurück

Die britische Boni-Steuer ist indes nicht der einzige Sonderfaktor, der das Quartalsergebnis der Credit Suisse beeinflusste. Durch eine Steuervergütung infolge eines Zusammenschlusses von Rechtseinheiten konnte die Bank auch eine Steuergutschrift von 552 Millionen Franken verbuchen. Für Rechtsstreitigkeiten wiederum hat die CS 216 Millionen Franken zurückgestellt.

Die Neubewertung des Fremdkapitals in der Bilanz wiederum hat der Bank einen buchhalterischen Gewinn von 922 Millionen Franken beschert. (bru/sda)

Erstellt: 22.07.2010, 08:25 Uhr

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8 Kommentare

fritz blattner

22.07.2010, 09:07 Uhr
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Es ist irgendwie unglaublich: Die Briten machen wenigstens etwas - es ist ja schliesslich kaum ein Jahr her - da musste so ziemlich jede Bank gerettet werden und jeder hat geschrien. Jetzt hört es sich fast wieder an "oh die Armen haben dadurch weniger Gewinn". Ja hoffentlich! Und was macht die CH zum Thema: Rein gar nichts. Eben "munschel, mauschel" - deckel drauf! CH-Mentalität. Einfach zum.. Antworten


kurt dubach

22.07.2010, 08:59 Uhr
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das gejammer von den banken, wir haben immer weniger Kaufkraft, und wegen wem? weil die so zocken, mit dem Geld, und keine Masse finden! Antworten



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