Schweiz

Bern und Tunis beenden Migrationsdialog

Aktualisiert am 28.03.2012 49 Kommentare

Die Schweiz und Tunesien haben sich auf eine Migrationspartnerschaft verständigt. Die Abkommen regeln Einreise, Aufenthalt und Rückübernahme sowie den Austausch junger Berufsleute.

Hier kommen viele Asylsuchende aus Tunesien an: Empfangszentrum in Chiasso. (Archiv)

Hier kommen viele Asylsuchende aus Tunesien an: Empfangszentrum in Chiasso. (Archiv)
Bild: Keystone

Bildstrecke

Asylsuchende in der Schweiz

Asylsuchende in der Schweiz
Die Asyldebatte ist mit dem Streit um das geplante Durchgangszentrum in Bettwil erneut aufgeflammt.

Artikel zum Thema

Stichworte

Blog

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Werbung

Die Schweiz und Tunesien haben ein Abkommen zur Zusammenarbeit in Migrationsfragen ausgehandelt. Es soll namentlich Einreise, Aufenthalt und Rückübernahme regeln. Ein zweites Abkommen handelten Vertreter beider Staaten für den Austausch junger Berufsleute aus.

Die Abkommen wurden im Rahmen einer Absichtserklärung (Memorandum of Understanding) paraphiert, wie das Bundesamt für Migration (BFM) mitteilte. Unterzeichner waren Eduard Gnesa als Sonderbotschafter für internationale Migrationszusammenarbeit und der tunesische Botschafter in Bern, Hafedh Béjar.

Das Abkommen zur Migrationszusammenarbeit enthält «grundlegende Bestimmungen über die Förderung der freiwilligen Rückkehr sowie die Modalitäten der unfreiwilligen Rückkreise ins Herkunftsland», wie es in der Mitteilung heisst.

Vergleichsweise rasche Einigung

Detaillierte Angaben zu den Abkommen erfolgten bei der Unterzeichnung, sagte Adrian Sollberger, Sprecher des Departements für Auswärtige Angelegenheiten, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Die Verhandlungen hätten rund zwei Monate gedauert. «Vergleichsweise ist die Einigung sehr rasch erfolgt.»

Die Migrationspartnerschaft bildet laut Mitteilung einen Rahmen für die Zusammenarbeit in allen Bereichen der Migration. Neben der Steuerung gehörten auch die Ursachen von Migrationsdruck sowie Möglichkeiten für wirtschaftliche Zusammenarbeit dazu. Die paraphierten Abkommen werden nun dem Bundesrat zur Genehmigung vorgelegt. Danach sollen sie formell unterzeichnet werden.

Wichtiges Herkunftsland

Tunesien ist zurzeit eines der wichtigsten Herkunftsländer von Asylsuchenden in der Schweiz. Die Tunesier verliessen ihr Land vor allem im Zuge des politischen Umsturzes in ihrem Heimatland – auf der Suche nach Arbeit.

Die Partnerschaft mit Tunesien ist laut Sollberger die erste mit einem nordafrikanischen Staat und die fünfte, die die Schweiz bisher insgesamt abgeschlossen hat. Partnerschaften bestehen bereits mit Nigeria, Bosnien-Herzegowina, Kosovo und Serbien. (ami/sda)

Erstellt: 28.03.2012, 19:06 Uhr

49

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

49 Kommentare

Hanspeter Rüegg

28.03.2012, 18:59 Uhr
Melden 237 Empfehlung 0

Und wie sehen denn diese Regelungen genau aus? Ich befürchte die einzige Vertragspartei die wieder Leistungen zu erbringen hat ist die Schweiz. Ausserdem frage ich mich welche Befugnis der tunesische Botschafter überhaupt hat. Es macht den Anschein, dass einmal mehr im Asylwesen dem Volk wieder etwas vorgegaukelt wird. Aber das mildert die steigende Unruhe in der Schweizer Bevölkerung nicht. Antworten


Peter Baldinger

28.03.2012, 19:14 Uhr
Melden 225 Empfehlung 0

Was können junge Schweizer Berufsleute in Tunesien lernen?
Die Schweiz hält sich an Verträge, die ausländischen Partner
öfters nicht.
Vermutlich eine Verzögerungstaktik von Tunesien,
in einigen Jahren wird wieder über das gleiche Thema diskutiert.
Naiv !
Antworten



Schweiz

Populär auf Facebook Privatsphäre

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen

DIE AGENDA

Informieren Sie sich über aktuelle Kulturveranstaltungen in der Stadt und Umgebung.

Fernstudentin an der FFHS

Award für beeindruckende Weiterbildungsbiografie

DAS GELD und ich

Börsen auf Höchstständen: Wie weiter?