Schweiz
BDP besteht Nagelprobe
Aktualisiert am 28.03.2010 7 Kommentare
Sitzverteilung im Grossen Rat 2010
Sitzverteilung im Grossen Rat 2010
Quelle: Staatskanzlei Kanton Bern
Wahlen im Kanton Bern 2010
Für die BDP ging es zunächst darum, die 17 Sitze zu halten, die sie nach der Abspaltung von der SVP geerbt hatte. Nach vorläufigen Ergebnissen konnte die BDP nun sogar 8 weitere Mandate dazugewinnen. Sie schafft somit aus dem Stand heraus 25 Sitze im Berner Kantonsparlament. Die BDP gewinnt in fast jedem der neun Wahlkreise Sitze. Einzige Ausnahme bildet der Berner Jura.
Zufrieden mit ihrem Ergebnis kann auch die SVP sein. Sie hat den schmerzlichen Verlust der 17 Sitze, die sie durch die Scheidung von der BDP verloren hat, fast wettgemacht. Nach vorläufigen Ergebnissen kommt die SVP im bernischen Grossen Rat auf 44 Sitze.
Damit hat sie 14 der 17 verlorenen Sitze aus eigener Kraft zurückerobert. Die SVP dürfte etwa am rechten Rand einige Stimmen geholt haben, sagt Politologe Werner Seitz. Vergleicht man die SVP- Ergebnisse vom Sonntag allerdings mit den Wahlen von 2006, hat die Partei insgesamt drei Sitze weniger. Vor der Abspaltung der BDP zählte die SVP nämlich 47 Mandate im Rat.
Der grünliberale Einstand
Die grosse Verliererin ist die FDP, die im Vergleich zu den Wahlen vor vier Jahren 9 Mandate verliert. Auch die SP ist künftig im bernischen Kantonsparlament weniger stark vertreten. Nach vorläufigen Zahlen gibt sie 7 Mandate ab. Die Grünen und die EVP kommen auf 3 Mandate weniger.
Neben der BDP gaben auch die Grünliberalen ihren Einstand. Ihr Ergebnis präsentiert sich aber bescheidener: die Grünliberale Partei schafft lediglich 4 Mandate.
Die Freude der Bundesrätin
BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf hat sich erfreut über den Sieg ihrer Partei bei den kantonalbernischen Wahlen geäussert. Es sei ein gutes Zeichen für die Demokratie, dass ein Wahlsieg auch ohne grossen finanziellen Mittel möglich sei.
Sie freue sich für «all die vielen Frauen und Männer», die sich in den letzten Monaten enorm für die BDP eingesetzt und nun ohne viel Geld einen «riesigen Erfolg» erzielt hätten, sagte Widmer- Schlumpf in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens (SF).
Den Berner Erfolg der BDP wertete die Bundesrätin auch als gutes Zeichen für die eidgenössischen Wahlen vom kommenden Jahr. Um gute Politik zu machen, brauche es «viele Leute auf allen Stufen». In dieser Hinsicht sei «heute ein guter Anfang gemacht worden», sagte Widmer-Schlumpf am Sonntagabend in Bern. (el/sda)
Erstellt: 28.03.2010, 23:09 Uhr
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7 Kommentare
Schön zu sehen das die rechtsbürgerlichen mit Anstand, die Herzen der konservativen Schweizer erobern. Eine Partei die Zukunft hat, vor allem weil sie Mitbürger jeglicher politischer Couleur mit Anstand und Respekt behandelt, keine diktatorischen Tendenzen aufweist und glaubwürdig politisiert. Bravo ! Antworten
Vorallem die Linken haben sich so stark erhofft, dass die BDP der SVP Stimmen wegnimmt und die SVP zerfällt. Doch das Gegenteil traf ein! Wie schon im Kanton Aargau nimmt die BDP in erster Linie den Mitte-Parteien sowie der SP die Stimmen weg. Da haben sich die SVP-Gegner zu früh gefreut! Sie haben die Wahlen in Bern als Richtlinie für die Wahlen 2011 ernennt - das Resultat kann sich sehen lassen! Antworten
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