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Diskussion

«Ausdruck einer gewissen Dekadenz»

Der Datendiebstahl beim Nachrichtendienst (NDB) kommt nicht von ungefähr, sagt Strategieexperte Albert A. Stahel. Der Wert strategischer Daten in der Schweiz werde systematisch unterschätzt. Mehr...

Von Thomas Ley.

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33 Kommentare

Walter Hermann Fröhlich-Gantenbein

17.10.2012, 10:27 Uhr
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Der Nachrichtendienst müsste zeitgemäss seine Aufgaben erfüllen.Ein NBD ist Nostalgie, wie er heute noch funktioniert und nur Kosten verursacht.Die grossen Gefahren lauern in den eigenen Reihen, wie dies der aktuelle Fall deutlich aufzeigt.Die Zukunftsgefahren müssen wir zuerst im eigenen Land eruieren.Nur so können wir eine weitere Geldverschwendung verhindern. Antworten


Georg Stamm

02.10.2012, 18:27 Uhr
Melden 3 Empfehlung 1

Das ist nicht nur Ausdruck von Dekadenz, sondern der heute grassierenden Geldgier. Schon vor 60 Jahren sagte man nicht nein, wenn der Lohn erhöht wurde. Aber das geschah in Massen, mit einem gewissen Anstand. Heute herrscht moralische Verwilderung, beim SND ebenso wie bei den Banken, bei denen auch "Mitarbeiter" für Geld alle Skrupel über Bord werfen und zu Landesverrätern mutieren. Antworten


phil barbier

02.10.2012, 09:13 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

Die Ignoranz gegenueber der digitalen Revolution in der CH ist erschreckend. IT-Freaks (von Lamern bis Professoren) verfallen ob all der sich eroeffnenden Moeglichkeiten oft der Hybris und spionieren den kleinen Mann aus. Die wirklich wichtigen Aspekte werden nicht hinterfragt. Ok, 100%ige Sicherheit gibt es nicht, doch ein paranoider, weil erfahrener Generalist stellt sich nicht blind oder taub. Antworten


Christian Duerig

02.10.2012, 08:56 Uhr
Melden 1 Empfehlung 5

Vermutlich ist kein Land so gut informiert wie die Schweiz. Die Nähe zum Vatikan ist nicht zu unterbieten. Fazit: Uns geht es blendend.
Ausländische Studenten an unseren Universitäten bringen viel "Wertvolles" mit in die Schweiz. Die Professoren sind hellhörig. Die Schweiz weiss genau, wo nach Rohstoffen gesucht werden muss. Hier gilt es zu investieren. Das Resultat wird sichtbar mit Gross...
Antworten


Stalder Otto

02.10.2012, 07:54 Uhr
Melden 5 Empfehlung 6

Das ist halt mit der heutigen US Dutziskultur wo der "Stift" dem Chef sagt Du Sepp ich habe das recht usw. So kommt der Stift (Pardon oder Studierte) und sagt wies am arbeitsplatz geht. JEKAMIE. Wenn einer einmal seine Meinung sagt bekommt der obere oder der untere ein Burn out oder ist schon gemobt. Tolle arbeitskultur die da auf uns zukommt oder schon da ist. Die hauptsache die Saläre stimmen Antworten


Annie Waltz

02.10.2012, 00:32 Uhr
Melden 1 Empfehlung 4

Tja, man kann ja auch Deutsche Daten in die USA umleiten...Game Over! Antworten


Sacha Meier

02.10.2012, 00:24 Uhr
Melden 13 Empfehlung 1

Beim NDB ist man seit Jahren ziemlich naiv und sorglos. Das sage ich nicht nur als ehemaliger militärischer Nachrichtendienstler, sondern auch als Ingnenieur, der aufgrund seiner früheren Forschungstätigkeit bei einer staatlichen Hochschule mit dem brisantesten Technologiewissen auf diesem Planeten frei herumläuft. Etwas Vertrauen und ein formelles Auslands-Technologietransferverbot genügte hier. Antworten


Sacha Meier

03.10.2012, 03:25 Uhr
Melden

@B. Froehlich Wer als Ingenieur mit einem Technologietranferverbot belegt ist, untersteht faktisch einem Berufsverbot. Da können Sie sich leicht vorstellen, dass kein Unternehmen jemanden einstellt, der mit den Nachrichtendiensten zu tun hat. Zum Glück habe ich mittlerweile eine neue Stelle - und zwar im krisensichersten Feld unseres Landes: Der IT für das Gesundheitswesen. Jahreszuwachs ca. 10%.


Bruno Froehlich

02.10.2012, 17:33 Uhr
Melden 1 Empfehlung 0

Wie kommt es, dass ein hochspezialisierter Ingenieur so lange arbeitslos ist ? Da sind doch Qualifikationen die foermlich nach Einsatz schreien.


Thomas Läubli

02.10.2012, 00:14 Uhr
Melden 5 Empfehlung 5

Es ist tatsächlich Ausdruck einer gewissen Dekadenz, wenn man - siehe Piratenpartei - heute das beliebige Kopieren von Daten erlauben will. Wer die absolute Freiheit des Datentausches im Internet fordert, ist mitschuldig am laschen Umgang der Justiz. Man hat damit eine gewisse Haltung verlernt, die einem das Schamgefühl eigentlich gebieten sollte. Die Vorboten der Anarchie sind mitten unter uns. Antworten


Andreas Martin

01.10.2012, 20:15 Uhr
Melden 15 Empfehlung 14

Man muss nichts beschönigen, allerdings evtl. auch mal die Hintergründe beleuchten. Bei der öffentlichen Hand wird seit Jahr + Tag gespart auf Teufel komm raus. Und dann ist man erstaunt, dass man nicht die absoluten Spezialisten + Topshots beschäftigt. Abgesehen davon, dass ebensolche Cracks in der Privatwirtschaft oft genauso dilettantisch agieren, wie dies jetzt im vorliegenden Fall publik wird Antworten


Bruno Froehlich

01.10.2012, 23:58 Uhr
Melden 6 Empfehlung 1

@ Martin Teile Ihre Einschaetzung und frage mich mit meinem Jg. (1935) ob die Mittelmaessigkeit in vielen Bereichen nur eine gefuehlte oder eine wirkliche ist. Geht mir auch so mit den Begriffen Freiheit und Freizeit und sehe, lese dauernd von Druck und fehlender Zeit.Fazit: Eine Scheinwelt die ziemlich hirnrissig fuer nicht wenige bei Arbeit und privat. Dank net, fuer alle so sichtbar peinlich


Roswitha Kunz

01.10.2012, 19:53 Uhr
Melden 36 Empfehlung 4

Führungsqualitäten zeigen sich in der Art und Weise wie eine Crew betreut wird. Keine Entschludigung, aber anscheinend hatte sich der Datendieb innerhalb seines Teams übergangen und schikaniert gefühlt und dies auch kund getan. Genau hier hätte die Führungsbetreuung einsetzen sollen und leider versagt. IT- ist Technologie, Informatiker aber sind aus Fleisch und Blut. Antworten


pauline overath

01.10.2012, 19:26 Uhr
Melden 43 Empfehlung 5

Birkenfeld und Co. machen halt Schule. Wer für Diebstahl so fürstlich belohnt wird, findet Nachahmer noch und noch. Wenn dann noch das Ego eines beleidigter Leberwurst dazu kommt, ist die Rechnung schnell gemacht. Antworten


Christoph Geiser

01.10.2012, 19:14 Uhr
Melden 22 Empfehlung 19

Der NSA fängt 90% der weltweiten Kommunikation ab und speichert das ab. Die wissen mit Sicherheit, wer mit wem tuschelt. Selbst dieser Kommentar macht erst den Schwenker über New York, bevor er beim Tagi-Server ankommt. Da sind Zitronensaft und Kerzen sicherer. Antworten


phil barbier

02.10.2012, 08:53 Uhr
Melden 2 Empfehlung 0

@Geiser: 'Schwenker' ist gut! Die sind zumeist hinter Werbebannern versteckt (adfarm/adtech). Da gibt es (bei mir) einen Thread, der direct zur NSA, ein anderer zu mil.gov.us fuehrt. Zudem liegt der Server vom Tagi (bei mir neuerdings) in Schweden, wo vorher ein Phonera-Knoten die Daten via WLAN verschluesselt manipuliert (MITM). Wenn ich mich in Italien einlogge, geht der Schwenker ueber DE!


Bruno Froehlich

01.10.2012, 18:33 Uhr
Melden 21 Empfehlung 14

" Es gibt eine Menge zu spionieren ! " Kommt mir vor wie Jugendzeit als wir Geheimtinte erfanden fuer "geheimen" Austausch des taeglichen Bloedsinn der letztlich fuer alle mit Augen, Ohren auf dem Schulhof offenlag. Wo Geheimdienste wirklich effektiv gefordert, da versagen sie oft klaeglich, z.B.NSU Morde! Argumentation ueber Diplomatiegeheimnisse ist Beweis wie Buerger betrogen wird. Demokratie? Antworten


Sacha Meier

02.10.2012, 14:50 Uhr
Melden 2 Empfehlung 1

@Bruno Froehlich Auch wenn Sie bejubelt werden, zeugt Ihre Einschätzung der nachrichtendienstlichen Tätigkeit von Unkenntnis. Ja, auch der NDB verfügt über äusserst brisantes Wissen. Dieses reicht mindestens aus, um einen grösseren Kontinent mühelos und ohne ein Gramm spaltbaren Materials in einen rauchenden Krater zu verwandeln. Nicht umsonst wurden die Tinner-Akten gleich zweimal geschreddert.


Erich Deiss

01.10.2012, 18:25 Uhr
Melden 26 Empfehlung 25

Dass die Schweiz geheime Daten besitzt, bei deren Veröffentlichung die Welt untergeht, ist wohl einwenig eine Selbstüberschätzung des Nachrichtendienstes. Antworten


Kurt Frei

01.10.2012, 17:44 Uhr
Melden 9 Empfehlung 26

Der Verkehr der Diplomatencorps und das, was Geheimdienste darüber austauschen, z. T. mit Dokumenthinweisen, soll eine derartige Wichtigkeit hermachen und ''top secret' bleiben? Da frag ich mich lieber, was die den ganzen Tag treiben und freu mich über die Transparenz, die in den offenbar sinistren Datenverkehr gebracht wird mit dem Diebstahl. Angst vor Terroristen? Antworten


Herbert Weiss

01.10.2012, 17:23 Uhr
Melden 84 Empfehlung 4

Was erwartet man denn von einem Land in dem die höchste Exekutivbehörde per Notrecht Daten verschenkt und sich dies nachträglich legalisieren lässt. Oder auch gerne mal Beweismittel schreddern lässt um einen befreundeten Dienst nicht zu brüskieren. Oder Agenten eines anderen Landes möglichst schnell nach Hause schickt.
Das hat System und ist gewollt.
Antworten


Paul Ernst

01.10.2012, 17:30 Uhr
Melden 51 Empfehlung 32

Ja, Herr Weiss, das Einkicken Dr. Blochers als Bundesrat vor den US Behörden wird wohl in die Geschichte eingehen. Akten schreddern schadete unserer Neutralität.


Urs Stephan Alder

01.10.2012, 17:10 Uhr
Melden 132 Empfehlung 4

Das Problem von unseriösen ITlern hat bekanntlich nicht nur der NDB alleine.
In vielen Firmen wird die Rolle der Informatik falsch eingeschätzt, nach dem Motto: IT kostet nur und ist nicht das Kerngeschäft - IT interessiert die GL nada - es soll 'nur funktionieren'. Konsequenz: Rekrutierung von fachlich und moralisch mangelhaften Mitarbeitern, was zu sicherheitstechnisch schlechten Konzepten führt
Antworten


Kurt Frei

01.10.2012, 20:06 Uhr
Melden

Sie reden von sicherheitstechnischen Konzepten. Wenn ich eine Karte an einer gemeinsamen Waschmaschine auflade, dann die Registerkarte nehme, zeigt die einen Bezüger mehr an, weil ich bzw. die Karte einen ''Fingerabdruck'' im Wert von 50.- hinterlassen hat. Machen Sie mir etwas vor?


Paul Ernst

01.10.2012, 17:07 Uhr
Melden 58 Empfehlung 44

Der SVP-Bundesrat Ueli Maurer ist sich offensichtlich gar nicht bewusst, wie wichtig und gefährlich unser Nachrichtendienst ist. Er hat sein Departement einfach nicht im Griff und anstatt uns zu beschützen, die Schweiz zu sichern, vernachlässigt er sie. Er sollte gehen. Antworten


Bruno Froehlich

01.10.2012, 19:15 Uhr
Melden 9 Empfehlung 15

Hola Herr Ernst Die Ablehner Ihrer Zeilen sind der beste Beweis wie ein einziger Mensch es fertigbringt eine unfassbar grosse Anzahl zum Denken geborene Menschen exakt davon abzuhalten, blind alles was in dem Dunstkreis geschieht gutzuheissen, Verursacher zu schuetzen, beraubt der Einsicht Versagen der Person von der Partei zu trennen. Eine grosse Gefahr sage ich mit besorgt Gruss aus Spanien


Paul Ernst

01.10.2012, 18:07 Uhr
Melden 17 Empfehlung 25

Ups Herr Jeker und Kollegen der SVP. Sorry wenn ich den Namen der Partei aufgeführt habe. Herr Jeker hat natürlich recht mit den Banken und ihren IT-Spezialisten. Man hat bei Hildebrand gesehen, was passieren kann. Wenn wir einen guten Nachrichtendienst hätten, hätte dieser und nicht Blochers SVP-IT-Spezialist den BR auf Hildebrand aufmerksam machen müssen. die WW hätte natürlich weniger verdient


Arnold Ganz

01.10.2012, 17:48 Uhr
Melden 9 Empfehlung 26

Paul Ernst: Zum guten Glück gibt es Leute, welche sich der Gefahren unseres NBD's voll bewusst sind und uns verantwortungsvoll beschützen. Das ersetzt natürlich nicht nur den NBD sondern auch gleich noch die Armee. Das VBS wird somit überflüssig. Lächerlich!


Ernst Jeker

01.10.2012, 17:41 Uhr
Melden 29 Empfehlung 32

@P. Ernst: Ihre Haltung gegenüber der SVP ist bekannt. Sie unterstellen nun BR Maurer sein Dep. nicht im Griff zu haben und deshalb sollte er gehen. Wie steht es um jene Bankangestellten die munter CDs mit Kundendaten brennen und für Mio. nach Deutschland verkaufen? Da haben die Bankmanager ihre Angestellten aber so was von in Griff. BR Maurer ist sich sehr wohl des Nachrichtendienstes bewusst.


Willi Ammann

01.10.2012, 17:39 Uhr
Melden 32 Empfehlung 39

@Ernst,nur weil Maurer von der SVP kommt hat er sein Departement nicht im Griff?Gegenfrage:Wer in Bern hat seinen
Laden im Griff?Etwa SP-Bundesrätin Sommaruga im Asylwesen,ein Desaster das den Steuerzahler täglich hunderttausende Franken kostet?Muss sie auch gehen?Merke:die parteipolitische Zugehörigkeit zu einer bestimmten Partei sagt noch nichts über die Fähigkeiten unserer Bundesräte aus .


Lukas Engler

01.10.2012, 17:37 Uhr
Melden 43 Empfehlung 28

@Ermst: Dann können aber die anderen 6 auch gleich gehen!


Fred Funz

01.10.2012, 15:40 Uhr
Melden 175 Empfehlung 5

Da latscht einer mit ein paar Terrabytes inklusive kopiertem Mailserver und "diversem" anderem Material im Rucksack aus dem Hauptgebäude des "Informationszentrums"...Wie wärs mit Türkontrollen? Antworten


Mario Monaro

01.10.2012, 16:59 Uhr
Melden 40 Empfehlung 2

In den USA ist jemand mit als selbstgebrannte Musik-CD getarnten Daten nach Hause marschiert und hat sie auf Wikileaks veröffentlicht. Wir sind also in "guter" Gesellschaft... Allerdings wurden dort Missstände publik gemacht, in unserem Fall ging es um Geld.



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