Armee-Debatte treibt Maurer und SVP auseinander

Aktualisiert am 12.11.2009

Seine Partei hatte jüngst gefordert, der Armee vor Behebung der Mängel kein zusätzliches Geld zu geben. Das bezeichnet der VBS-Chef als realitätsfremd.

«Da sieht man vielleicht auch, dass die Partei offensichtlich noch nicht am Ende ihrer Weisheit angelangt ist»: Ueli Maurer.

«Da sieht man vielleicht auch, dass die Partei offensichtlich noch nicht am Ende ihrer Weisheit angelangt ist»: Ueli Maurer.
Bild: Keystone

Wenn man eine starke Armee wolle, die in etwa auf dem jetzigen Niveau bleibe, brauche die Armee zwingend mehr Geld, sagte der SVP-Bundesrat in einem am Donnerstag in der Sendung «Heute Morgen» von Schweizer Radio DRS ausgestrahlten Interview. Andernfalls komme es zu einem Leistungsabbau, und er könne sich nicht vorstellen, dass seine Partei dies wolle.

Mit der Differenz zur SVP könne er aber schon leben, sagte Maurer. Man müsse die Armee wieder als Ganzes ausbilden und ausrüsten, wie dies für den Ernstfall nötig ist. Dies koste über den Daumen gepeilt eine bis zwei Milliarden Franken mehr pro Jahr. «Da sieht man vielleicht auch, dass die Partei offensichtlich noch nicht am Ende ihrer Weisheit angelangt ist», sagte der Chef des Departements für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS). (cpm/ap)

Erstellt: 12.11.2009, 08:47 Uhr

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