Armee-Chef ordnet Grosskontrollen in Soldaten-Zügen an
Aktualisiert am 06.04.2010 64 Kommentare
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Stichworte
Die Militärische Sicherheit erhöhe ihre Präsenz, teilten das Verteidigungsdepartement (VBS) und die SBB am Dienstag mit. Ziel sei es, auf das Erscheinungsbild der Armee Einfluss zu nehmen und Straftatbestände zu ahnden. Als Stichworte nennt das VBS Disziplin, Betäubungsmittel und Munitionsbefehl. Konkret stünden auf Bahnhöfen und in Zügen künftig mehr Militärpolizisten im Einsatz.
Armeechef André Blattmann hatte vor rund einem Jahr verstärkte Kontrollen angekündigt. Die Armee müsse die Ordnung durchsetzen und die Soldaten erziehen, sagte Blattmann damals. Rekruten in Zivil reisen zu lassen, sei der falsche Weg.
Pistole, Schlagstock und Pfefferspray
Nun hat Blattmann die Militärische Sicherheit beauftragt, die Kontrollen zu verstärken. Neben Routinekontrollen soll es Grosskontrollen an Knotenpunkten und in Zügen mit vielen Soldaten geben, wie das VBS schreibt.
Wie viele Militärpolizisten genau zum Einsatz kommen, wollte Armeesprecher Christoph Brunner auf Anfrage nicht sagen. Bewaffnet sind die Militärpolizisten laut Brunner mit Pistole, Schlagstock und Pfefferspray.
Zivilisten nur bei Gefährdung
Gegenüber Zivilpersonen schreiten die Militärpolizisten nur dann ein, wenn «eine unmittelbare Gefährdung offensichtlich oder die Betriebssicherheit des Bahnverkehrs augenfällig gestört ist». Nach der Intervention werden Zivilisten laut Brunner den zivilen Behörden übergeben.
Die Kontrollen würden mit der Transportpolizei der SBB sowie den kantonalen und städtischen Polizeikorps koordiniert, schreibt das VBS. So könnten Mehrfachkontrollen vermieden und das territoriale Zuständigkeitsprinzip gewahrt werden. Auch in der Ausbildung soll der Kontakt mit der Transportpolizei intensiviert werden. Gemischte Patrouillen wird es hingegen keine geben. (cpm/sda)
Erstellt: 06.04.2010, 13:43 Uhr
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64 Kommentare
"Gegenüber Zivilpersonen schreiten die Militärpolizisten nur dann ein, wenn «eine unmittelbare Gefährdung offensichtlich oder die Betriebssicherheit des Bahnverkehrs augenfällig gestört ist»" => Womit Tür und Tor für Willkür geöffnet wären. Soweit kommt's noch, dass MPs Zivilisten festhalten dürfen. Für was gibt's denn die Bahnpolizei? Antworten
Das war auch längst überfällig! Dieses Bild von bekifften und stockbesoffenen, grölenden und zum teil auch übergebenden Soldaten, deren Hemden aus den Hosen hangen, sind wohl nur fürs Saufen zu gebrauchen. Sobald es dunkel wird, getrauen sie sich zu zweit nicht einmal im Wald auf Patrouille zu gehen. Sogar meine neuseeländische Freunde dachten, es wäre eine Stundentenvereinigung. Antworten
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