Schweiz
Diskussion
Alain Berset legt sich mit der Pharmaindustrie an
Der Bundesrat senkt die Medikamentenpreise wegen der Euroschwäche um 240 Millionen Franken. Die Pharmabranche ist empört. Mehr...
Von Von Markus Brotschi, Bern.
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93 Kommentare
Noch viel mehr sparen kann BR Berset wenn er die z.T. irrwitzig überhöhten Tarmed-Tarife für aerztliche Verrichtungen revidiert. Diese Tarife entsprechen nach 11 Jahren nicht mehr der Realität. Das Sparpotential ist 1 Milliarde/a. Aber daran getraut sich BR Berset nicht. Das Aerztelobbying ist zu stark, die Prämienzahler schlucken's (der Selbstbehalt ist ja nur 10%) und Santesuisse schläft. Antworten
Solche Fragen interessieren ein grosser Teil der der Schweizer gar nicht denn sie kaufen wie ich Lebensmittel und Medikamente im nahen Ausland 50% billiger. man sollte den Herren mit ihren ABZOCKER LöHNE die sie gar nicht verdienen können ein bisschen herunter schrauben dann könnte man die Medikamente ein bisschen billiger in der Schweiz abgeben siehe Lohnlisten Vasella u. co. Antworten
Nicht ganz. Widerwillig muss ich Ex-BR Couchepin da in Schutz nehmen. Er realisierte etliche Preissenkungsrunden bei Medikamenten. Er ging anders vor als BR Berset. Couchepin redete mit der Pharmaind. und sagte dann wieviel gesenkt werden sollte. Das machte man dann "freiwillig". Wenn nicht, wurde verfügt. Berset verfügt einfach ohne Vorgespräche.
Für die Empörung habe ich volles Verständniss. Hey, da bekommt Vasella vielleicht nicht mehr seine 12 Millionen wie 2011, da muss er den Gürtel schon enger schnallen. Das sind 1Million im Monat oder 250`000 in der Woche oder 50`000.- im Tag und bei einem 10 Stunden Arbeitstag 5`000 .- in der Stunde, da hätte ich auch Existenzängste wenn das weniger wird. Antworten
Ein SP Bundesrat bewirkt tiefere Pharmapreise. Ein Hohn dagegen der Spruch des zukünftigen FDP Präsidenten Müller - hohe Löhne können in einem freiheitlichen Land nicht verhindert werden. (gemeint ist Vasella) In diesem freiheitlichen Land arbeiten auch 400'000 Working Poor. Für die Menschen am Existenzminimum kann die Reduktion der Medikamentenpreise eine Lohnerhöhung sein. Antworten
Es ist nur eine Frage der Zeit, bis wieder Rufmord betrieben wird. Wenn man zu starken Gruppierungen auf den Schlips tritt ist die geballte Macht der Medienmaschinerie nicht mehr fern. Dann findet man irgendwelche Lappalien und reitet darauf herum, bis die Person "nicht mehr tragbar ist". Das Induzieren dauerhafter "Skandale" reicht schon aus und das Völklein will Köpfe Rollen sehen. Antworten
Die Pharmaindustrie ist empört, so so. Ich auch nämlich über die Millionenabzockereien von Vasella und Kompanie aus der chemischen Industrie. Für diese Abreisser ist offenbar immer noch genug Geld vorhanden. Uebrigens; Bravo Herr Berset, dass endlich etwas geht im Gegensatz zum Vorgänger Couchepin. . Da hat die Lobbyirerei nichts genützt. Antworten
Ich denke oft darüber nach die Medikamentenpreise hinaufzusetzen; Grundversicherungsumfang zu reduzieren um die Lebenserwartung / Ueberalterung / Lebenserhaltende Massnahmen zu reduzieren um die Generationsbalance 'künstlich' im Einklang zu bringen. Das wäre jedoch kaum ethisch akzeptabel. Antworten
Ob das viel bringt ? Die Medikamente kann man überhaupt nur so teuer verkaufen in der Schweiz, weil man sie der KK weiterverrechnen kann. Jeder Selbstzahler würde sich sonst beim Einkaufen in Waldshut auch in einer der dortigen Apotheken eindecken ! Antworten
Der ganz normale schweizer Arbeitnehmer, und davon gibt es mehr, als sie sich das offenbar vorstellen können, muss seit Jahren unfreiwillig Abstriche bei seiner Kaufkraft hinnehmen. Typischerweise dürften das so um die 2% pro Jahr sein. Und die Teuerung kommt sicher nicht von angeblich fallenden Preisen.
Was bitte, Fr. Boser, gibts da abzumailen, pardon abzuklären, wenn jemand kein Deutsch spricht, hat er/sie das halt noch nicht gelernt. Ist doch klar, oder nicht?
@Bannier: es sind nicht die Hasen, Herr Bannier. Wenn Sie zum ersten Mail in den Chindsgi gehen müssten und feststellen dürften, dass Sie dort mit Ihrer Muttersprache nicht durchkommen, müsste wir Sie vermutlich auch abklären.
Alternativ könnte man auch aufhören Knaben und Mädchen zu pathologiesieren und mit Medikamenten vollzudröhnen.
Die Hälfte der Kindergärtner in ZH werden zurzeit pszychologisch abgeklärt.
Wegen 2 Kratzern vom Hasen werden psychologische Abklärungen durch Lehrkräfte veranlasst.
Wieso sollte die Pharmabranche empört sein? Die verdienen nach wie vor genug! Als man vor Jahren den Kreuzzug gegen den Tabak begann und dies weltweit tausende von Stellen kostete interessierte den sozialen Hintergrund niemanden. Antworten
Natürlich ist das Schlimm für die Pharma Industrie.weniger Milliarden Gewinn. Somit auch Aussichten auf weniger Millionen Boni. Ein Grund die kleine Angestellten in der Pharmaindustrie löhne zu kürzen und die FDP/SVP soll doch wieder eine Steuerreform lanzieren, sich bei Merz informieren wie das ablaufen soll.
Ist doch alles lösbar! Neue Milliarden Rekordgewinne und saftige Boni sind machbar.
Antworten
Das ist doch eine Riesensauerei!! Wollen wir jetzt alle auch noch Euro-Löhne verdienen???!!! Sie auch Herr BR Berset?! Sie schaden uns allen hier. Schauen Sie woher unser Wohlstand kommt! Nicht von den Euro-Preisen, sondern von ausgeglichenen und fairen Löhnen und Preisen, die sich jeder leisten kann. Setzen sie den Hebel dort an wo die Kosten 10 x höher sind, als bei den Medipreisen: Im Spital!! Antworten
Gerade weil wir keine Euro-Löhne verdienen wollen sind die Spitalkosten, da personalintensiv, bei uns zu Recht höher. Aber ein identisches Medikament, das aus der selben Fabrik kommt, bei uns einfach viel teuerer zu verkaufen ist ein Wohlstandskiller!
Die Löhne steigen schon lange nicht mehr. Die Wirtschaft wollte sogar Löhne in Euro auszahlen. Die Rostoffe sind billiger beim Einkauf, jedoch beim Verkauf von veredelten Produkt in die EU, ist nicht mehr sicher. In unserer Frima passiert, dass der Kunde die Best.
annulliert. Das Produkt ist in EU billiger als bei Euch. Reale Tatsache. Es werden unsere Prod.in EU gerfertigt. Billiger in EU
P Müller
Dass SVP-Wähler kein Gehör für das Sozialwesen haben ist bekannt, aber dass sie tief fallen wie sie Herr Müller, ist mir neu.
Preise in der Schweiz, die sich jeder Schweizer leisten kann? Ihnen geht es wohl sehr gut, Herr Müller. Aber vielleicht arbeiten Sie auch in der Pharmabranche. Vergessen Sie nicht die 300'000 Arbeitslosen, die 250'000 Fürsorgeempfänger und hunderttausende AHV- und IV-Rentner, die auf Ergänzungsleistungen angewiesen sind. Und dann gibt es noch tausende Working Poor. Ihr Kommentar ist unrealistisch.
Ist ja schön, dass ein Tröpfchen (240 Mill.) auf den heissen Stein auch schon ein klein wenig bringt. Wie wäre es mit echten Sparmassnahmen bei den fast 300 Spitälern? Das brächte Milliarden. Aber eben, da hats eine schwere Lobby und die ganze Linke dahinter. Antworten
Abbühl
10 Jahre wurde das Dep. von der FDP geführt, Wohin das führte, wissen wir mittlerweile. Es ist gut, dass Berset den Laden ausmistet. Soetwas geht allerdings nicht von heute auf morgen. Berset ist kein SVP-ler, und das passt ihnen natürlich nicht. Deswegen verurteilen sie ihn schon zum voraus. Eben in bester SVP-Manier......Jämmerlich, wie tief das Niveau der SVP-Wähler ist!
Das Problem ist nicht die Pharmaindustrie, sondern unsere obligatorische Krankenversicherung, welche alles bezahlen muss, was wir uns an Medizin gönnen. Wenn wir die Medikamente grössten teils selber bezahlen müssten, würden wir 1. weniger davon schlucken, würden 2. die Preise sinken und 3. wären wir nicht weniger gesund als heute. Antworten
Was die Wenigsten begreifen ist, dass wir ein System gebaut haben, dass Jedem bestimmte Rechte und Möglichkeiten gibt, seine Situation (legal) auf Kosten anderer Mitspieler zu optimieren. Auch die "armen" Prämienzahler nutzen das System aus, weil sie umso mehr profitieren, je mehr sie an Leistungen konsumieren... und genau das tun wir.
@Schwegler: Ein solches Statement wie Ihres ist leicht zu durchschauen, bitte teilen Sie mir doch mit, wer Ihre Brötchen bezahlt, Herr Schwegler. Desinformation gehört zu Ihrem Job, damit die Tumben nichts merken. Schämen Sie sich...
Auch die Krankenkassen sind keine unbeschriebenen Blätter. Es ist immer das Gleiche. Egal ob Demokratie, Rechtsstaat, Links,Rechts,Liberal, Konservativ oder was auch immer, eine Elite labt sich an der Allgemeinheit. Dabei zählt weder Ausbildung noch Können noch Härte der Arbeit. Einzig Netzwerke und Interessenspolitik. Das ungeschriebene Gesetz der Menschheit.
Herr Krebs, es ist allgemein anerkannt, dass die grösste und bestvernetzte Lobby diejenige der Kassen ist und nicht die der Pharma... Es tut mir leid, aber Ihr Statement strotzt vor Halbwissen und Hörensagen und leider auch vom Pharma-Klischee.
In einem gebe ich Ihnen recht, der Katalog der zu bezahlenden Leistungen der KK ist überfrachtet, keine Frage, nur haben Sie sich auch mal überlegt, welche Pharmvertreter lobbyieren und genau in den Gremien sitzen, die den Leistungskatalog definieren? Bitte denken, die Verflechtung (Mafia) ist derart weit fortgeschritten, es fröstelt einem. Wenn das der Normalbürger wüsste...
Unser neue Bundesrat Alain Berset verdient allen Respekt. Er zeigt Rückgrat setzt sich dafür ein, dass die Schweizer gegenüber den EU Bürgen nicht zu stark abgezockt werden. Der Bundesrat kommt der Pharmaindustrie bereits entgegen, dass nur die Preise von sechs eher hochpreisigen Ländern in den Preisvergleich einbezogen werden. Antworten
Herr Haldimann, das ist kein Entgegenkommen, sondern das vordefinierte Konzept dahinter: "vergleichbare Gesundheitssysteme". Sie wünschen sich Preise wie in Rumänien, Lettland und Polen? Dann müssten sie auch mit dem dortigen Gesundheitsstandard zufrieden sein. Good luck!
Schon 1990 kostete ASPIRIN/Bayer in Istanbul in der Apotheke ca. 0.70 EUR f. 10 Tabletten. In Deutschland waren es um die 7 DM und in der Schweiz um die 10 CHF. Ich kann mir nicht denken, dass die Türkei eine Quersubventionierung durch Bayer erhielt. This is a never ending story of pricing at random. Danke für den restriktiven Eingriff M. Berset. Antworten
Super, es geht also gar nicht ums Geld sparen (denn 240 Mio ist gerade mal EIN PROZENT der Grundversicherung!!!). Wichtiger ist Ihnen, die Pharmaindustrie zurückzubinden. Die sind mir egal (wobei: meine PK ist da sicher auch investiert!!), und um die KK-Prämien zu senken, wären Klärungen im Spitalbereich deutlich wichtiger.
Wenn ich da an den trägen, schwerfälligen BR Didier Burkhalter (FDP) denke, werde ich immer an die Fehlleistung der Bundesversammlung erinnert und Burkhalter ist nicht einzige.
Die Schweiz schadet sich damit selber, denn die CH-Preise werden von anderen Ländern zu Vergleichszwecken herangezogen, und die 240 Mio Einsparungen werden durch international gesenkte Preise bei weitem übertroffen. Sollte da nicht der Volkswirtschaftsminister intervenieren? Ausserdem: Sollten Beamten- und Politikerlöhne nicht auch in Anlehnung an den Wechselkurs gesenkt werden?? Antworten
Schwegler
Wenn ein Vasella 20 Millionen verdient, sind ihre Worte blanker Hohn!
schwegler@in EU fast ueberall 35std. - 3std, auf wc. geschwaetz 5std. telefon und sms 4std sonstiges, gaehnen,2 std.sich ausruehen von stress von kunden im buero oder bei verwaltung.also produktivitaet ist sicher anders als in CH. Wohne in EU ,Frankreich und Spanien.also zuerst arbeitsleistung anschauen bevor schreiben.loehne in CH fuer leistung,effizienz,praezision,ehrlichkeit eher unterbezahlt.
Glauben Sie mir, Herr Früh, der Quatsch ist Ihr Statement - ich weiss berufsbedingt, wovon ich spreche. Allenfalls ist in der CH der Vertrieb (inkl. Grossisten und Apotheken) teurer, die Fabrikabgabepreise werden in mehreren Ländern mit der Schweiz direkt und in noch mehr Ländern später indirekt gesenkt. Ich fluche nicht über Beamte, denke nur, dass die Löhne im Auslandpreisvergleich zu hoch sind.
Was für ein Quatsch! Da wird zwar verglichen, anschliessend 80% und mehr für die CH draufgeschlagen. Und wieso das Ganze? Um im Ausland mit der Konkurrenz auf Augenhöhe zu sein. Wenn das keine Quersubventionierung via Volk ist! Und hören Sie mal auf gegen Beamte zu fluchen, wenn Sie nicht einmal wissen, in welcher Form Sie von denen profitieren!
@D. Ebb: Herrgestellt wird eh alles in der gleichen Fabrik - und die Lohnkosten im Verkauf können den Preisunterschied nicht erklären.
@ Herr Ebb: Sie wollen wohl nicht behaupten, dass die Spanier 6 x weniger verdienen als die Schweizer?
Ich empfehle Ihnen Ferien in Spanien - dann wissen Sie, dass die dortigen Preise für Lebensmittel etc. nicht 6 x kleiner sind.
Guter Punkt, Herr Ebb. Vielleicht will Herr/Frau Schelbert aber einfach, dass sich die CH-Volkswirtschaft in die gleiche Richtung entwickelt wie die Spanische...
Spanien zahlt ja auch die gleichen Löhne wie dei Schweiz, ja?
Nicht der Franken ist überbewertet - sondern die Pharmaprodukte! Die Zeiten der fetten Margen sind vorbei - dies gilt übrigens auch für die meisten anderen Branchen + insbesondere für die Importeure gleich welcher Produkte! Die Schweizer Industrie wird sich darauf einstellen müssen - irgendwie logisch, wenn die Durchschnittslöhne der Angestellten in den nächsten Jahren immer weiter sinken werden! Antworten
Die linke Handschrift des Vorstehers des EDI ist unverkennbar. Er käme nie und nimmer auf die Idee, das Überangebot an Spitalbetten oder die Leistungen des KVG zu hinterfragen. Nein, er geht in diktatorischer Manier gegen eine Branche vor, die zu einem grossen Teil zum Wohlstand unseres Landes beiträgt. Und dies im Wissen, dass der Anteil der Medikamente an den Gesundheitskosten 10,1 % beträgt. Antworten
Diese Aussage stammt nicht von mir, sondern von Helmut Hubacher. «Der St. Galler Gesundheitsexperte Willy Oggier hat es schon oft wiederholt: Der Kanton Bern hat gleich viele Spitalbetten wie ganz Schweden!» Also noch lange keine Verhältnisse wie in GB. Betreffend Abzockerthema warte ich schon lange auf die Abstimmung. Ihr werdet staunen, dass ich die Initiative unterstützen werde.
@Meier: Insbesondere muss die Pharmaindustrie weiterhin die Abzockerlöhne in der Teppichetage finanzieren. Wo würde das besser gehen wie in der bürgerlich regierten Schweiz?
@ Frau Auf der Maur: Derr Herr Meier wartet dann ja gerne 2 - 3 Monate, bis er sich einer Operation unterziehen kann (ausser er ist Privatpatient - dann hat er ja gut reden). Es kann dann ja sein, dass die OP zu spät kommt - aber was solls.
Wollen wir wirklich Zustände wie in GB, wo Patienten wirklich sterben, weil sie auf einer Warteliste stehen und nur noch reiche Leute sofort operiert werden?
@ Meier: Nur öffentliche Spitäler werden in die Selbständigkeit entlassen, Luxuskliniken hingegen nicht. Damit diese ihre Existenz haben, werden sie nun auch Allgemeinversicherten zugänglich gemacht (s. z.B. Hirslanden und der Finanzkrieg der Bethaniengruppe, etc.). Hingegen baut die Pharbranche mit und ohne hohe Verkaufspreise Arbeitsstellen ab. Wie war das doch kürzlich noch mit Novartis?
Wunderbar, in welches Wespennest ich gestochen habe. Ich bin nicht Befürworter hoher (Pharma-)Preise, sehe aber – im Gegensatz zu vielen Voten – auch den Nutzen dieser Industrie. Dies sind dann möglicherweise die gleichen Stimmen, die aufheulen, wenn die Pharma Stellen abbaut. Spitäler werden in die «Selbständigkeit» entlassen, die Medikamentenpreise werden aber nach wie vor staatlich festgelegt.
@ G. Meier: Überangebot an Spitalbetten? Wo möchten Sie bei weiteren Kürzungen öffentl. Spitalbetten im Krankheitsfalle liegen? In der Spitalbadewanne oder besser noch im Spital-Kloo? Vernünftig wäre als nächster Schritt, alle Luxuskliniken sich selbst zu überlassen statt diese und damit deren Privatinvestoren mit Prämiengeldern der Allgemeinversicherten unnötig am Leben zu erhalten.
G. Meier
Was wollen sie eigentlich? Höhere Gewinne der Pharmabranche oder endlich vernünftige KK-Prämien? So jämmerlich, wie sie es sich wünschen, ist ja nicht mal die SVP. Unter der FDP-Führung stiegen die Prämien jährlich bis zu 10%. Und trotzdem nehmen sie noch die Pharmabranche in Schutz? Ihr Kommentar beweist nur, dass ihnen die Grossindustrie näher steht als die Bevölkerung. JÄMMERLICH!!!!!
Laut Interpharma rund 20% der kassenpflichtigen Medikamente, und das sind hier die relevanten. Dazu war der Durchschnitsskurs ja 1.23 im vergangenen Jahr. In anderen Bereichen sagt man Abzocke...
Und trotzdem ist es eine Frechheit, dass die Pharma-Lobby die Preise künstlich hochhält. Nennen Sie das freie Marktwirtschaft (sie sind doch ein Liberaler, oder)?
Wir Schweizer sind die Deppen, die 30% mehr für die gleichen Medikamente der CH-Pharme zahlen müssen.als unsere Nachbarn und finanzieren mit diesen exorbitanten Preisen die zweistelligen Mio. Gehälter der Kaderleute.
Fehlt nur noch, dass Sie schreiben, Spitäler hätten eine ähnliche Gewinnmarge wie die Pharmaindustrie, und sie würden Ihrem Personal Boni ausbezahlen. Zum Wohlstand beitragen und über den Tisch ziehen ist zweierlei.
@Meier. Danke für Ihr politisches Statement. In dem Fall schliesse ich daraus, dass Sie sehr gerne teilweise mehr als das Doppelte für Medikamente bezahlen als die gleichen Medikamente im Ausland kosten. Sie gehören auch sicher zu denjenigen, welche gerne jedes Jahr mehr Krankenkassenprämie bezahlen. Sie kennen auch die Kantonshoheiten über Spitäler nicht, der Bund hat da nichts zu sagen.
Herr Meier, eher umgekehrt: das Land hat viel zum Wohlstand der Pharma-Industrie getan - z.,B. Ausbau der Hochschulen, Forschungsanstalten und nicht zuletzt die grosszügige Preisüberwachung der Pharma-Produkte und Gewährung von Steuerreduktionen durch Erpressung der Pharma-Industrie.
Die milliardenschwere Pharma, die in den letzten Jahrzehnten derart viel Schutz genoss durch Bund und Swissmedic und mit ihrer Gier ebenfalls hauptverantwortlich ist für die weitere Öffnung der sozialen Schere in der Schweiz (Lohnzahlungen Vasella, Schwan...) singt mal wieder das hohe Liede des Opferdaseins. Wer diesen abgelutschten Mist noch immer glaubt, ist selber schuld !!! Antworten
Und was träumen Sie in der Nacht? Diese Vorschläge sind übrigens vor Jahren von der "Gruppe Gesundheit" um Otto Ineichen (FDP) ins Parlament getragen worden - und vom Bundesrat (mit der Pharma im Nacken) abgeschmettert worden! Also nix da Held Berset!!
Leider greifft es nicht dort wo die Milliarden im Krankenkassen ausgegeben werden, in zu vielen Ausgaben in den Spitälern. Es ein Zusammenspiel der Spitalärzte mit vorwiegend älteren Patienten, die sich z.T. unnötige und teure Operationen und Behandlungen machen lassen. Es einfacher bei den Medikamenten, die zur Arbeitsfähigkeit und L-Qualität beitragen anzusetzen, weder Berset noch Burkhalter.
@H .Zumstein: Aber ein bürgerlicher BR hätte nie diesen Vorschlag gemacht - wer beisst schon die Hand die einem füttert (Wie viel Köfferchen voll Geld fliessen von der Pharmalobby zur FDP/SVP - ach, in der Bananrepublik Schweiz muss man den dummen Bürger vor solchen Informationen ja schützen - er könnte sonst gegen seine Interessen entscheiden).
@Grundig: Es war der Gesamt-BR, der dies auf Vorschlag eines linken BR beschlossen hat. Bitte bei den Fakten bleiben!
Träumen Sie weiter! Ich finde es gut, dass Medis billiger werden. Aber was bringt mir das, wenn danach irgendwelche neue Leistungen in den Katalog aufgenommen werden, die noch mehr Kosten verursachen?
Die Grundversicherung erfüllt NICHT ihren Zweck!
Vielleicht hilft es halt schon, dass man sich den Bundesrat nicht so leicht zum Briefing ins Novartis-Büro bestellen kann, wie man das gerne mit den Fraktionsführern tut (Hallo Herr Darbellay.) Schön, dass hier jemand genug Biss hat, um - immernoch sehr moderat - eine längst fällige Korrektur vorzunehmen.
Bin mal gespannt, wann die Schlammschlacht gegen seine Person anfängt.
Antworten
Da macht einer da oben mal was fürs Volk - ich gratuliere. Und den Jammeri von der Pharma sei empfohlen, mal die Kaderlöhne zu bürsten, da fällt viel Überflüssiges raus. Das kann man dann in die Forschung stecken, da nützt es uns mehr als in den Taschen von Vasella und Co. Antworten
14 Jahre schon bekommen die Physiotherapeuten keine Tarifanpassungen mehr und demonstrierten deshalb am Montag. Nun wird die Pharmaindustrie gezwungen die Preise und so indirekt die Gewinne zu senken. Es wird höchste Zeit, dass dieses Departement wieder zur FDP wechselt...
Das war jetzt reiner Sarkasmus.
Antworten
unnötig zu kommentieren dass, die schweiz als hochpreisinsel per se abgestraft wurde und wird. ungerechtfertigte preise speziell (!) im pharma und medizinwesen. wir sind an der quelle ..und bezahlen bis doppelt für jedes medikament. im grenzgebiet wird "drüben" geholt. alle wussten es, brisant da sonst immer die EG als massstab gilt..und hier .?! Antworten
Grundsätzlich bin ich ja kein "SP'ler", von Berset aber bin ich jetzt Fan! Endlich ein Politiker der nicht im Sinne der Lobbyisten sondern im Sinne von Fairness und pragmatischem Realismus handelt!! Leider eine sehr rare Ausnahmeerscheinung... Kompliment! Antworten
Arme Pharmabranche: Und warum sind dann Medikamente im nahen Ausland immer noch Günstiger als im In-/Herstellungsland? Perpetum Mobile lässt grüssen! Aber solange die Pharmaindustrie ende Jahr grosse Gewinne einfährt liegt durchaus noch etwas Sparpotential drin. In der Ayurvedamedizin gibt es ein gutes Sprichwort: Wer sich auf Kosten kranker bereichert, ist selber sehr krank! Antworten
berset hat rückgrat - chapeau. ich finde die senkung absolut o.k. . die medikamentenpreise wurden über jahre in der schweiz künstlich hoch gehalten. die pharma-industrie hat nun eine milchkuh weniger, wird aber sicher nicht verlumpen. Antworten
Ja, mir würde es auch besser gefallen wenn ein echter Bürgerlicher das EDI in der Hand hätte. Dann könnte er sich fein zum Essen einladen lassen, noch ein Reise hier von der Pharma sponsorn lassen, und dann dafür die Preise erhöhen. Wo kommen wir da hin wenn es BRs hat die nicht im Interessen der Manager handeln sondern im Interesse des Volkes? Wer Ironie findet darf sie behalten.
Sollen wir uns denn von der Pharma-Branche ständig erpressen lassen? Wie kürzlich von der Novartis? Es ist eine Frechheit, dass die Preise künstlich hochgehalten werden. Nennen Sie das freie Marktwirtschaft?
Sie fordern aktiv zum Lobbyismus auf - ich glaube nicht, dass das die Mehrheit der Schweizer Bürger goutiert. Diese Mio. CHF würden besser investiert, um die CH-Preise zu senken
Sie scheinen gar nichts verstanden zu haben....
Wirz
Das Wohl der Bevölkerung scheint sie nicht zu interessieren. Scheinbar stehen ihnen die Gewinne der Pharmabranche näher. Mit dieser jämmerlichen Einstellung muss sich FDP und SVP nicht wundern, wenn sie laufend Wähleranteile verliert. Falls sie es nicht wissen: Parlamentarier sind Volksvertreter und keine Industrievertreter. Das Wort "Menschlichkeit" scheint ihnen fremd zu sein..........
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