Schweiz

Steuerstreit: Merz trifft erstmals Steinbrück

Aktualisiert am 17.06.2009

An der Steuerkonferenz der OECD in Berlin wird Bundespräsident Hans Rudolf Merz erklären, wie die Schweiz die OECD-Standards umsetzen will. Zudem will er auf Gleichbehandlung pochen.

Wichtiges Treffen in Berlin: Hans Rudolf Merz.

Wichtiges Treffen in Berlin: Hans Rudolf Merz.
Bild: Keystone

Bundespräsident Hans Rudolf Merz trifft den deutschen Finanzminister Peer Steinbrück zu einem Arbeitsessen und nimmt am Finanzministertreffen vom Dienstag, 23. Juni, in Berlin teil, wie das Eidgenössische Finanzdepartement am Mittwoch mitteilte. Das Finanzministertreffen findet auf Einladung des deutschen Finanzministers und des französischen Budgetministers Eric Woerth an 20 ausgewählte Minister von OECD- und EU-Staaten statt. Das Treffen dient der Standortbestimmung zur Umsetzung des OECD-Standards über den Informationsaustausch in Steuerfragen.

Merz wird sowohl im bilateralen Treffen mit Minister Steinbrück wie auch am Meeting der Finanzminister die Position der Schweiz im Bereich der internationalen Amtshilfe in Steuersachen darlegen. Er wird insbesondere verdeutlichen, dass die Schweiz ihren Worten Taten folgen lässt und den Entscheid des Bundesrats vom März, künftig auf Anfrage auch bei Steuerhinterziehung Amtshilfe zu leisten, rasch umsetzt, wie es im Communiqué weiter heisst. Merz werde auch die Bedingung der Schweiz wiederholen, dass alle Staaten im Listenprozess der OECD- respektive der G-20-Staaten mit derselben Elle gemessen werden. (vin)

Erstellt: 17.06.2009, 18:10 Uhr

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