«Bei diesem Verfahren wäre ich lieber der Anwalt von Herrn Ospel»
Von Hubert Mooser. Aktualisiert am 14.08.2009 9 Kommentare
Diesmal wäre er lieber Anwalt der UBS: Christian Weber, früherer Chef der Staatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte
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Christian Weber war der Chefankläger beim Prozess gegen die Swissair-Chefs und musste eine schmerzliche Niederlage einstecken. Keiner kennt sich mit schwierigen Verfahren besser aus als der frühere Staatsanwalt für Wirtschaftsdelikte.
Weber ist inzwischen im Ruhestand. Zur Anzeige der SP gegen die UBS sagt er auf Anfrage: «Persönlich halte ich diese für ein politisches Manöver.» Eine Prognose will er aber keine abgeben - er habe ja keine Kenntnis der Aktenlage.
Die SP habe in zwei Punkten geklagt. Erstens: Gehilfenschaft beim Steuerbetrug. Er frage sich, ob man diesen Punkt überhaupt in der Schweiz einklagen könne. Dies müsse man noch prüfen. Der zweite Punkt ist der Vorwurf der ungetreuen Geschäftsbesorgung. Hier stelle sich die Frage des erlittenen Schadens.
Man könne zwar davon ausgehen, dass bei der UBS ein Schaden entstanden sei. Ob dieser Schaden aber in einem Zusammenhang mit jenen strafbaren Handlungen stehe, welche der Bank vorgeworfen würden, das müsse erst noch untersucht werden. Dann stelle sich auch die Frage, ob eine vorsätzliche Handlung vorliegt.
Weber ist nicht sehr zuversichtlich, was die SP-Anzeige anbelangt. «Wenn es überhaupt zu einem Verfahren kommt, dann wäre ich diesmal lieber der Anwalt von Herrn Ospel als der Ankläger», sagt Weber. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 14.08.2009, 21:01 Uhr
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