Vorarlberger Polizei sprengt Drogenring
Goldtransport
Ein pensionierter Deutscher ist am Zoll in St. Margrethen mit 17,5 Kilogramm Gold im Kofferraum seines Autos erwischt worden, wie die österreichische Zollbehörde am Donnerstag mitteilte. Das Gold hatte einen Wert von 500'000 Euro. Er musste 35'000 Euro Busse bezahlen.
Gegenüber den Zöllnern der Mann an, lediglich Bargeld bei sich zu haben. Weil er das Mitführen des Edelmetalls nicht angemeldet hatte, wurde der Senior in der Zwischenzeit gebüsst, wie Franz Füchsl von der Steuer- und Zollkoordination Region West mitteilte.
Der Deutsche sagte aus, das Gold mit dem Barvermögen aus einer Erbschaft in der Schweiz gekauft zu haben. Er habe das Gold in seine Heimat bringen und für seine Alterssicherung verwenden wollen. Der Deutsche war am 21. April am Zoll gestoppt worden.
Das Landeskriminalamt Vorarlberg hat einen gross angelegten Drogenring gesprengt. Den Händlern konnte der Verkauf von Drogen mit einem Strassenverkaufswert von 1,5 Milllionen Euro nachgewiesen werden, wie die Ermittler am Donnerstag in einer Pressekonferenz.
Die 13 Haupttäter aus Österreich, Serbien und der Türkei dealten von 2007 bis Ende 2009 nachweislich mit 18 bis 19 Kilogramm Kokain, etwa einem Kilogramm Heroin, einem Kilogramm Marihuana sowie einigen hundert Ecstasy-Tabletten. Der Grossteil der Drogen wurde in Vorarlberg verkauft, ein Teil davon aber auch in Deutschland.
Einheimischer war Drehscheibe
Auf die Spur der Dealer kam das Landeskriminalamt im April 2009 durch Hinweise von zwei verhafteten Männern aus der Drogenszene. Diese führten die Beamten zu einem 47-jährigen Bregenzer, der offenbar rege Kontakte zu «Grössen» im Kokain-Geschäft pflegte.
Im Juli 2009 führte die Verhaftung eines serbischen Drogenschmugglers am Grenzübergang Gaissau zu weiteren Erhebungen, ehe im September des vergangenen Jahres der 47-Jährige und ein 39 Jahre alter Serbe schliesslich festgenommen werden konnten.
Ehepaar als Schmuggler
Ebenfalls ins Netz gingen ein 62-jähriger Österreicher als Drogenkurier von zwei Kilo Kokain sowie ein Ehepaar aus Serbien, das insgesamt rund fünf Kilo Kokain nach Österreich schmuggelte.
Die Drogen stammten hauptsächlich aus der Schweiz, Spanien, Belgien und dem ehemaligen Jugoslawien. Die geschmuggelten Mengen beliefen sich auf 200 bis 300 Gramm. Bei den Hauptverdächtigen wurden am Ende ein Kilogramm Kokain und drei Schusswaffen sichergestellt. (oku/sda)
Erstellt: 08.07.2010, 12:27 Uhr
















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