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Video belastet Trayvons Mörder

Aktualisiert am 29.03.2012 5 Kommentare

Bürgerwehr-Mitglied George Zimmerman will den schwarzen Teenager Trayvon Martin aus Notwehr erschossen haben. Aufnahmen einer Überwachungskamera ziehen diese Version in Zweifel.

Wohlauf: George Zimmerman nach der Tat in Polizeigewahrsam.


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Protest im Kapuzenpulli: Congressman Booby Rush im Parlament. Quelle: youtube.com/user/belowthebeltway

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Chronologie: Der Fall Trayvon Martin erschüttert die USA

Chronologie: Der Fall Trayvon Martin erschüttert die USA
Der Tod eines schwarzen Jugendlichen, der in Florida von einem Mitglied der Bürgerwehr erschossen wurde, schlägt hohe Wellen.

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Ein Überwachungsvideo der Polizei nährt Zweifel an den Aussagen des Mitglieds der Bürgerwehr, der in Florida einen afroamerikanischen US-Teenager getötet hat. Er hatte angegeben, den 17-jährigen Trayvon Martin Ende Februar aus Notwehr erschossen zu haben.

Auf dem heute früh vom TV-Sender ABC veröffentlichten Video ist der Schütze George Zimmerman zu sehen, wie er am Abend des Vorfalls in Handschellen in der Garage der Polizeistation aus dem Streifenwagen steigt.

Keine Verletzungen zu sehen

Dabei sind keine Anzeichen für eine schwerere Verletzung des 28-Jährigen zu sehen. Nach seiner Darstellung hatte der Teenager ihn mit der Faust zu Boden gestreckt und seinen Kopf auf den Bürgersteig geschlagen. Der Anwalt von Martins Familie warf Zimmerman dagegen vor, den Jugendlichen «kaltblütig» ermordet zu haben.

Die genauen Umstände sind unklar. Der Fall löste eine landesweite Kontroverse um Rassismus und laxe Waffengesetze aus. Polizei und Justizbehörden gerieten wegen der zurückhaltenden Ermittlungen in die Kritik.

Eklat im Kongress

Ein Abgeordneter des US-Repräsentantenhauses sorgte heute für einen Eklat. Der Demokrat Bobby Rush aus Illinois ist gerügt worden, weil er zum Gedenken an den getöteten Trayvon Martin Kapuzenjacke und Sonnenbrille trug. Zur Begründung hiess es, der Demokrat Bobby Rush aus Illinois verletze mit der Kapuze über dem Kopf und der Brille die Kleidungsvorschriften. Sollte er diese nicht beachten, müsse er das Parlament verlassen.

Martin hatte selbst einen Kapuzenpullover getragen, als er getötet wurde. Rush kritisierte im Repräsentantenhaus Gewalt aus rassistischen Motiven. «Zu oft wird auf den Strassen unseres Landes solche Gewalt angewendet, wie sie zum Tod Trayvon Martins führte», beklagte er. Auch Präsident Barack Obama schaltete sich ein und forderte Aufklärung. Eine sogenannte Grand Jury soll nun am 10. April über eine Anklage Zimmermans befinden, der sich noch immer auf freiem Fuss befindet. (ami/sda)

Erstellt: 29.03.2012, 17:13 Uhr

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5 Kommentare

Patrick Kaufmann

29.03.2012, 18:49 Uhr
Melden 7 Empfehlung 0

Wieso bewegt sich diese Überwachungskamera? Antworten


Peter G. Haamans

29.03.2012, 20:43 Uhr
Melden 4 Empfehlung 0

bei Freuspruch: ein neuer Rodney King Fall Antworten



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