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Madeleine McCann möglicherweise am Leben
Im Fall der vor Jahren verschwundenen Maddie McCann gibt es neue Hoffnung. (Video: Reuters)
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Die vor fast fünf Jahren verschwundene Madeleine McCann könnte neuen Erkenntnissen der britischen Polizei zufolge noch am Leben sein. Neue Beweise deuteten darauf hin, dass die kleine Maddie doch noch gefunden werden könnte, erklärte Scotland Yard in London. man müsse aber auch davon ausgehen, dass sie tot sei, sagte Chefinspektor Andy Redwood. Gleichzeitig wurde ein neues Bild veröffentlicht, das zeigt, wie Maddie heute im Alter von neun Jahren aussehen könnte.
Die kleine Britin war am 3. Mai 2007 im Alter von fast vier Jahren einer Ferienanlage im portugiesischen Praia da Luz verschwunden. Ihre Eltern starteten darauf eine beispiellose weltweite Suchaktion. Bis heute treten sie öffentlich auf und bitten um Hilfe.
40'000 Puzzle-Teile
Auf Druck der Eltern und auch des britischen Premierministers David Cameron hatte die britische Polizei die Ermittlungen, die im Juli 2008 eingestellt worden waren, 2011 wieder aufgenommen. Der Leiter des Ermittlerteams, Chefinspektor Andy Redwood äusserte sich gegenüber der BBC-Sendung «Panorama» zum ersten Mal zur Arbeit seiner Sondereinheit. Demnach untersuche sein 35-köpfiges Team geschätzte 40'000 Dokumente. Darunter befänden sich Hinweise aus der Bevölkerung und Dokumente von Privatdetektiven und der portugiesischen Polizei. Es gebe 195 Dinge, die noch genauer untersucht werden könnten. Einiges von dem Material müsse aus dem Portugiesischen übersetzt werden.
Sein Team arbeite daran, den Fall abzuschliessen, so Redwood. Er glaubt denn auch, dass die erneute Überprüfung der Materialien dazu beitragen werden, Maddie zu finden. «Unser grosser Vorteil ist, dass wir erstmals sämtlichen Details der Ermittlungen, alle Puzzleteile an einem Ort haben.»
Zwischendurch geriet das Ärzte-Paar selber in Verdacht, Maddie getötet zu haben. Immer wieder melden sich bis heute Menschen bei der Polizei, die Maddie irgendwo gesehen haben wollen. Die Ermittlungen haben nach Angaben der britischen Polizei bislang zwei Millionen Pfund gekostet. (kpn/dapd)
Erstellt: 25.04.2012, 14:01 Uhr
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