Panorama

Über einen Meter Neuschnee in den Bergen

Aktualisiert am 08.01.2012 13 Kommentare

Das Wochenende hat mehreren Bergdörfern über einen Meter Neuschnee beschert. Auf der Albulalinie im Oberengadin stürzte ein Baum um und sorgte für einen Stromausfall. Ansonsten hat sich die Lage weitgehend beruhigt.

1/44 Bald gibt es in den Alpen wieder traumhafte Verhältnisse: Ein Pistenfahrzeug präpariert die Piste von Grimentz VS. (8. Dezember 2011)
Bild: Keystone

   

Links

Österreich: Auch im Ausland hält der Schnee die Skigebiete auf Trab.

Etwas gesehen, etwas geschehen?

Leser-Reporter

Haben Sie etwas Aussergewöhnliches gesehen, fotografiert oder gefilmt? Ist Ihnen etwas bekannt, das die Leserinnen und Leser von DerBund.ch/Newsnet wissen sollten? Senden Sie uns Ihr Bild, Ihr Video, Ihre Information per MMS an 4488 (CHF 0.70 pro MMS).
Die Publikation eines exklusiven Leserreporter-Inhalts mit hohem Nachrichtenwert honoriert die Redaktion mit 50 Franken. Mehr...


Artikel zum Thema

Stichworte

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Die Ausläufer des Sturms Andrea haben den Alpen übers Wochenende nochmals viel Schnee gebracht. Dennoch entspannte sich die Situation auf Strasse und Schiene allmählich. Die grossen Probleme vom Freitag wiederholten sich nicht.

Der Bergort Andermatt UR war schon gestern wieder per Zug und Auto erreichbar. An der heiklen Stelle bei der Schöllenenschlucht wurde die Lawinengefahr durch Sprengungen gebannt, wie ein Sprecher der Urner Kantonspolizei auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda sagte.

Stromausfall im Oberengadin

Auch der Touristenort St. Moritz im Oberengadin konnte im Verlauf des Samstags wieder per Auto sowie über die schnellste Bahnverbindung über den Albulapass erreicht werden. Zuvor war ein Hinkommen oder Abreisen eine Zeitlang nur noch mit dem Zug via Unterengadin und durch den Vereinatunnel möglich.

Auf der Albulalinie kam es allerdings wegen eines umgestürzten Baumes und eines damit verbundenen Stromausfalls am Sonntagnachnmittag zu neuen Problemen. Zwischen Tiefencastel und Filisur mussten die Reisenden vorübergehend auf Busse umsteigen. Am Abend war die Störung behoben.

In Bezug auf die Strassen im Bündnerland sagte ein Sprecher der Kantonspolizei am Sonntagnachmittag auf Anfrage, er rechne nicht damit, dass sich durch den Neuschnee die Situation wieder verschärfe. Wenn aber Wind aufkomme, könne sich die Lage rasch ändern. An vielen Stellen seien Schneeketten obligatorisch.

Vier Stunden warten

An der Autoverladestationen beim Vereinatunnel, der das Unterengadin mit Klosters verbindet, kam es am Wochenende zu Wartezeiten von bis zu vier Stunden. Bis auf Weiteres eingestellt bleiben die Autoverlade an der Furka (UR/VS) und über den Oberalppass (UR/GR), wie die Matterhorn Gotthard Bahn mitteilte.

Noch nicht seinen normalen Weg durch die Alpen fahren kann der Glacier Express, der St. Moritz und Zermatt VS verbindet. Wegen Lawinengefahr auf verschiedenen Abschnitten werden die Züge noch immer über Zürich und Bern umgeleitet. Noch bis am Sonntagabend unterbrochen war zudem die Strecke Grütschalp-Mürren BE.

Berner Dörfer von Umwelt abgeschnitten

Keine Verbesserung der Situation brachte das Wochenende auch zwei Bergorten im östlichen Berner Oberland: Schon seit Donnerstagabend sind Guttannen unterhalb des Grimselpasses und Gadmen am Sustenpass von der Umwelt abgeschnitten. Wegen Lawinengefahr mussten die Passstrassen gesperrt werden.

Die Vorsichtsmassnahme erwies sich zumindest im Fall von Guttannen als absolut begründet: Beim Weiler Boden erreichte nach der Sperrung eine Lawine tatsächlich die Kantonsstrasse, wie der Gemeindepräsident von Guttannen, Hans Abplanalp, auf Anfrage sagte. Seines Wissens kam es zu keinen Schäden.

Sowohl für Gadmen als auch für Guttannen sind Sperrungen der Strassen nichts Aussergewöhnliches. Die Stimmung sei auch überhaupt nicht dramatisch, sagte Abplanalp. Alle seien wohlauf, und man schaue zueinander. Es sei aber seit dem Lawinenwinter 1999 das erste Mal, dass Guttannen mehrere Tage nicht erreichbar sei.

Über einen Meter Neuschnee

Ingesamt brachte der Sturm Andrea den Alpen in den vergangenen Tagen teilweise über einen Meter Schnee, wie Reto Vögeli, Meteorologe bei MeteoNews, am Sonntag auf Anfrage sagte. Am meisten schneite es im Oberwallis, in den Zentralalpen, im Glarnerland, in Nordbünden sowie im Unterengadin. Die Lawinengefahr ist vielerorts nach wie vor gross.

In Samnaum GR nahe der Grenze zu Österreich gab es beispielsweise seit Donnerstag rund 1,3 Meter Schnee. Auch in Arosa fielen beträchtliche Mengen. In dem Skiort kam schon im vergangenen Monat jede Woche rund ein Meter Neuschnee hinzu, wie Vögeli sagte. Dass es über derart lange Zeit soviel schneie, sei aussergewöhnlich. «Das kommt nicht jeden Winter vor.»

In den restlichen Alpen fielen in den vergangenen Tagen zwischen 30 und 80 Zentimeter Schnee. Ab Wochenmitte soll es gemäss MeteoNews in den Bergen sonnig und mild werden. Das Mittelland hingegen dürfte sich mehrheitlich unter einer Nebeldecke befinden. (kpn/wid/sda)

Erstellt: 08.01.2012, 23:01 Uhr

13

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

13 Kommentare

Markus Engelhardt

09.01.2012, 00:45 Uhr
Melden 35 Empfehlung

Gemäss diesen tollen Faktenreport hier werden die Glacier-Express-Züge via Bern und Zürich umgeleitet.... Das möchte ich gerne sehen! Wäre es wirklich soviel teurer, Redakteure einzustellen, die wissen, wovon sie schreiben? Antworten


adi zürcher

09.01.2012, 08:45 Uhr
Melden 10 Empfehlung

ach was, ein wenig die Spurbreite erweitern und es funkt ein wenig bei einer anderen Frequenz / einer anderen Spannung... :-) Toll Tagi, vor lauter SVP - Bashing geht auch die restliche übrig gebliebene Qualität noch den Bach herunter ... Antworten



Panorama

Populär auf Facebook Privatsphäre

Immobilien

Marktplatz
Wohnung/Haus suchen

Weitere Immo-Links
homegate TV
Hypotheken vergleichen
Umzug
Immobilie inserieren
Inserat erfassen
Grillsaison
homegate Besser grillieren mit unseren Experten-Tipps Mehr

In Partnerschaft mit:

Homegate

DIE AGENDA

Informieren Sie sich über aktuelle Kulturveranstaltungen in der Stadt und Umgebung.

Online-Wettbewerb

Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!