Panorama

Tausende ohne Strom nach Tornados in Japan

Aktualisiert am 07.05.2012

Eine Tornado-Serie hat im Osten Japans eine Spur der Verwüstung hinterlassen. Ein Mensch kam dabei ums Leben und mindestens 46 weitere wurden verletzt. Noch immer sind 3'000 Haushalte ohne Strom.

1/6 Nach einer Serie von Tornados, die über den Osten Japans hinweg gefegt sind, ist vielerorts der Strom ausgefallen. Ein Mann geht unter einem geknickten Strommasten in Tsukuba, nordöstlich von Tokio durch. (7. Mai 2012)
Bild: Keystone

   

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Der Durchzug eines Tornados hat am Sonntag in den Präfekturen Ibaraki und Tochigi im Osten von Japan streckenweise verwüstet. Rund 890 Häuser wurden zum Teil schwer beschädigt, als die Stürme über die Präfekturen nahe Tokio hinwegzogen. Zahlreiche Dächer wurden fortgeweht, Autos zertrümmert und Bäume entwurzelt.

In der am schwersten betroffenen Stadt Tsukuba nordöstlich von Tokio starb ein 14-Jähriger, als das Haus seiner Eltern über ihm zusammenbrach. Mindestens 46 weitere Personen erlitten teils schwere Verletzungen, als der Tornado durch die Provinzen Ibaraki und Gumma stürmte. In über 21'000 Häusern sei vorübergehend der Strom ausgefallen, mehr als 3000 Haushalte waren auch am Montag weiterhin ohne Strom, wie die Einsatzkräfte am Montag bilanzierten.

Aufräumarbeiten haben begonnen

Die Spur der Verwüstung ziehe sich über eine Länge von zwölf Kilometern durch die Region. Amateurvideos zeigen, wie die Tornados über Wohngebiete hinwegzogen und Verwüstungen anrichteten. Tornados sind nach Expertenangaben schwer vorherzusagen. Im vergangenen Jahr gab der japanische Wetterdienst 589 Tornado-Warnungen aus, nur in acht Fällen gab es dann wirklich Windhosen.

Einsatzkräfte haben inzwischen zusammen mit Soldaten der Armee mit den Aufräumarbeiten begonnen. «Es ist wie bei einem Erdbeben oder Tsunami, wir können einfach nichts dagegen machen», sagte ein 69-Jähriger zu Journalisten. Der Tornado traf auch ein Gebäude in dem 20 Menschen untergebracht sind, die vor den radioaktiven Strahlen in Folge des Atomunfalls in Fukushima fliehen mussten. Ein Erdbeben und ein Tsunami hatten das dortige Atomkraftwerk im März 2011 schwer beschädigt. (heb/sda/afp)

Erstellt: 07.05.2012, 12:18 Uhr

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