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Steckt hinter dem Sex-Skandal eine Verschwörung?

Von Sandro Benini. Aktualisiert am 11.05.2012 13 Kommentare

Vier Frauen aus Cartagena behaupten, man habe ihnen Geld geboten, um den Agenten des Secret Service K.o.-Tropfen zu verabreichen. Drahtzieher der Aktion sei ein Mann aus Dubai.

1/7 Von hier sollen die Mitarbeiter des Secret Service 20 Prostituierte in ihre Hotelzimmer mitgenommen haben: Der «Play Club» in Cartagena. (18. April 2012)
Bild: AFP

   

Packte im Rundfunk aus: Die Kolumbianerin Dania Londoño.

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Amerikanische und kolumbianische Medien nennen sie «die berühmteste Prostituierte der Welt». Dania Londoño geriet weltweit in die Schlagzeilen, nachdem sie einen Agenten des amerikanischen Secret Service beschuldigt hatte, ihr während des Amerika-Gipfels in Cartagena den vereinbarten Liebeslohn von 800 Dollar verweigert zu haben.

Der Skandal kostete mehrere Geheimdienstler den Job und wird gegenwärtig vom amerikanischen Kongress untersucht. Bisher gingen die Ermittler davon aus, dass terroristische oder anderweitige kriminelle Aktivitäten bei den Vorfällen in Cartagena keine Rolle gespielt haben.

Telefonisch mit dem Tod bedroht

Nun sind allerdings zwei 17-jährige Frauen aufgetaucht, die genau dies bestreiten: Londoño habe sie angesprochen und ihnen hundert Million Pesos (gut 50'000 Franken) angeboten, wenn sie Mitarbeitern des Secret Service eine K.o.-Substanz ins Getränk schütten. Danach hätten sie mit den Geheimdienstlern ins Hotel gehen sollen, um die SIM-Karten ihrer Handys sowie weitere Dokumente zu klauen.

Die Familien der beiden Minderjährigen haben einen Anwalt eingeschaltet, der nun gegen Londoño Strafanzeige erhob und die amerikanische Botschaft in Bogotá informierte. Die beiden Jugendlichen hätten Londoños Angebot abgelehnt. Sie seien keine Prostituierten, sondern Studentinnen aus der Oberschicht.

Vor einigen Tagen sei eine von ihnen telefonisch mit dem Tode bedroht worden. Dem Anwalt zufolge hat Londoño zusätzlich zwei Call-Girls zu überzeugen versucht, «den Willen der Agenten durch eine chemische Substanz zu brechen.»

Zielperson: Vielleicht sogar Obama

Der Hintermann der Operation sei Londoños arabischer Freund. Er habe den Ruf des amerikanischen Geheimdienstes zerstören wollen, wenn er es nicht gar auf Obama selber abgesehen hatte. Nachdem der Skandal aufgeflogen war, ist Londoño zu ihrem Geliebten nach Dubai geflüchtet.

Später gab sie einem kolumbianischen Radiosender und einer Fernsehstation ein Interview, das auch von zahlreichen amerikanischen Medien ausgestrahlt wurde, darunter Fox und CNN.

Prostituierte ist zu Lügendetektor-Test bereit

Der Anwalt der Beschuldigten bezeichnete die Vorwürfe als «völlig hirnverbrannt». Und fügte hinzu: «Warum soll Dania Londoño zwei unerfahrenen Mädchen so viel Geld für etwas anbieten, was sie selber tun könnte? Warum hat sie den Agenten nicht selber beklaut, während sie sich in seinem Hotelzimmer aufhielt und er schlief?» Es sei offensichtlich, dass die Klägerinnen und ihr Rechtsvertreter nur auf Publicity aus seien.

Heute Donnerstag wurde Londoño in Madrid, wo sie sich mittlerweile aufhält, auf der amerikanischen Botschaft zu den gegen sie erhobenen Vorwürfen befragt. Die Einvernahme dauerte zwei Stunden. Londoño sei jederzeit bereit, sich einem Test mit dem Lügendetektor zu unterziehen, betonte ihr Anwalt. Dazu seien auch seine beiden minderjährigen Mandantinnen bereit, konterte der Gegenanwalt. Der Sex-Skandal um Obamas Agenten scheint sich rasant zur lateinamerikanischen Telenovela zu entwickeln. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 10.05.2012, 22:47 Uhr

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13 Kommentare

Rino Burri

10.05.2012, 23:25 Uhr
Melden 43 Empfehlung 0

Das ich nicht lache....
Amerikanischen "Super-agenten" einfach so mit k.o. tropfen zu bewässern...
Was die Regierung vom die vereinigte staaten nicht alles erfinden muss um die fehltritten vom ihre super-agenten zu "rechtfertigen"
Antworten


Jürg Bühler

10.05.2012, 23:34 Uhr
Melden 35 Empfehlung 0

Da gehen bei einigen wohl die Pferde durch. In typischer südamerikanischer Novela Manier will jeder etwas ins Rampenlicht und zu einem Star werden Hauptsache es ist dramatisch. Je schmutziger desto besser. Was sollen kopierte SIM Karten, wenn die weg sind und dann eh gleich gesperrt werden. Aber ein bischen James Bond sein mag wohl jeder. Antworten



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