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Sprengung am Gotthard – Güterverkehr rollt wieder

Aktualisiert am 11.03.2012 5 Kommentare

250 Kubikmeter Felsen sind am Samstag erfolgreich weggesprengt worden. Die kurzzeitig gesperrte Autobahn kann wieder befahren werden. Die Bahnlinie wurde für den Güterverkehr freigegeben.

1/7 Im Zeitraffer: Ein Sprengexperte beaufsichtigt die Explosion über dem Gotthard- Eisenbahntrassee. (10. März 2012)

   

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Der absturzgefährdete Felsbrocken oberhalb der seit Mittwoch unterbrochenen Gotthard-Bahnlinie in Gurtnellen UR ist am Samstag um 11.15 Uhr erfolgreich weggesprengt worden. Am Sonntag konnte die Bahnstrecke für den Güterverkehr wieder freigegeben werden.

Aus Sicherheitsgründen waren am Samstagmorgen während der Sprengung auch Autobahn, Kantonsstrasse und Wanderwege gesperrt. Planmässig wurden Autobahn und Kantonsstrasse um 11.30 Uhr für den Verkehr wieder freigegeben. Nach der rund halbstündigen Sperrung stauten sich die Autos nach Angaben der Urner Kantonspolizei Richtung Süden auf knapp 2 Kilometern.

Räumen und reparieren

Die Bahnlinie bleibt für den Personenverkehr bis am Montagmittag unterbrochen. Nach der Sprengung hatten Geologen den Hang untersucht und danach grünes Licht für die Räumungs- und Reparaturarbeiten gegeben.

50 Mitarbeitende der SBB waren ab Samstagabend im Einsatz, wie ein SBB-Sprecher gegenüber der Nachrichtenagentur sda sagte. Sie räumten das Trassee und reparierten die beschädigten Fahrleitungen und Schienen.

Nach einer Überwachungsfahrt und technischen Kontrollen rollten ab Sonntagmittag wieder Güterzüge über die Gotthardstrecke. Der Unterbruch hatte zu grossen Rückstaus im Gütertransport geführt, zumal derzeit auch im Simplontunnel Arbeiten im Gang sind.

Längere Reisezeit

Bahnreisende müssen sich bis Montagmittag gedulden. Bis dahin müssen sie auf Ersatzbusse umsteigen. Die Maximalkapazität pro Stunde beträgt aber lediglich 500 Personen je Richtung, zudem dauert die Reise eine bis eineinhalb Stunden länger.

Am Mittwochnachmittag hatten sich in Gurtnellen 300 bis 400 Kubikmeter Gestein gelöst. Ein Teil davon verschüttete die Bahngeleise. Seither ist die Gotthard-Bahnlinie unterbrochen. Weil ein weiterer Felssturz drohte, musste ein rund 250 Kubikmeter grosser Felsen gesprengt werden.

Auch durch den Simplon verkehren die Züge am Wochenende nur eingeschränkt. Wegen Bauarbeiten dauert die Fahrt durch den Tunnel wesentlich länger, die Anschlüsse in Brig und Domodossola sind nicht gewährleistet. (kpn/sda)

Erstellt: 11.03.2012, 18:41 Uhr

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5 Kommentare

Peter Vogt

09.03.2012, 18:55 Uhr
Melden 3 Empfehlung 0

...wieso Ersatzbusse? Der Zug muss doch nach meiner Feststellung ersetzt werden... Ein Ersatzbus ersetzt nach meiner Meinung einen andern Bus.... Nach meiner Feststellung bin ich doch noch dumm geworden auf die älteren Jahre - oder ist das die "moderntime"? Antworten


Eugen Fischer

11.03.2012, 09:45 Uhr
Melden

Glaubt man den Geologen, dann werden unsere Berge in den nächsten Jahren massiv durchgeschüttet, denn die Berge sollten doch noch wachsen, was auch bedeutet es gibt massive Verwerfungen. Hat man heute für ein solches Szenario vorgesorgt? Antworten



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