Panorama
«So etwas habe ich noch nie zuvor gesehen»
Aktualisiert am 28.04.2012 22 Kommentare
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Temperaturen zur Mittagszeit
Beznau (325 m.ü.M., AG) 30,0 Grad
Schaffhausen (437 m.ü.M., SH) 29,7
Güttingen (440 m.ü.M., TG) 29,6
Zürich Flughafen (436 m.ü.M., ZH) 29,6
Luzern (456 m.ü.M., LU) 29,1
Buchs?Aarau (387 m.ü.M., AG) 29,0
Leibstadt (341 m.ü.M., AG) 28,8
Altenrhein (398 m.ü.M., SG) 28,8
Gösgen (380 m.ü.M., SO) 28,6
Vaduz (460 m.ü.M., FL) 28,6
Zürich?Reckenholz (443 m.ü.M., ZH) 28,5
Wynau (422 m.ü.M., BE) 28,4
Wädenswil (463 m.ü.M., ZH) 28,3
Tänikon (536 m.ü.M., TG) 28,3
Hallau (419 m.ü.M., SH) 28,2
Möhlin (308 m.ü.M., AG) 28,0
Zürich?Zürichberg (556 m.ü.M., ZH) 28,0
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Wie von den Meteorologen vorausgesehen erlebt die Schweiz den bislang wärmsten Tag des Jahres 2012. Aussergewöhnlich ist der Föhn, der bis weit ins Mittelland vorgestossen ist. Dadurch finden sich die aktuellen Höchstwerte nicht nur in den typischen Föhntälern, sondern auch in Regionen, die sonst mit dem warmen Südwind wenig zu tun haben (siehe Infobox). «Ein Föhn dieser Ausprägung ist eine Rarität, das habe ich noch nie gesehen!», sagt Meteorologe Klaus Marquardt von Meteonews gegenüber DerBund.ch/Newsnet.
Fast eine Tropennacht
Föhnbedingt gibt es bereits heute Morgen an manchen Stationen Temperaturen über 20 Grad, so etwa in Altdorf und in Altenrhein, aber auch auf dem Uetliberg. An allen diesen Stationen gab es allerdings während der Nacht auch tiefere Werte.
In St. Gallen sank das Quecksilber den Grossteil der Nacht nie unter die 20?Grad?Marke, womit es hier lange Zeit nach einer Tropennacht aussah. Das verhindert nun aber ein Minimum von 19,9 Grad, welches in den frühen Morgenstunden verzeichnet wurde. Die erste Tropennacht des Jahres 2012 wird also nur denkbar knapp verpasst.
Auch während dieser Nacht bleibt es warm, die Chancen steigen, dass es zu einer Tropennacht kommt. «Der Föhn wird stärker und erreicht sein Maximum morgen Vormittag», sagt Klaus Marquardt.
Es ist wieder starker Wind möglich, auch ein paar ruppige Böen im Flachland können vorkommen. Die stärksten Böen treten natürlich in den Föhntälern auf, auf den Bergen hat es bereits Orkanböen. Auf dem Jungfraujoch und dem Titlis beispielsweise Spitzenböen mit 133 km/h.
Wetter normalisiert sich
Gegen Sonntagabend lässt der Föhn nach und das Schauerrisiko im Süden und Westen steigt an. Es ist nicht mehr so sonnig. «Die Störung, die über Frankreich ist, kommt näher, kommt aber wahrscheinlich wegen dem Föhn nicht durch», sagt Marquardt. Im Westen wird es einige Schauer geben.
Montag ist es dann nur noch leicht föhnig mit einem Mix aus Sonne und Wolken, die Region Zürich in Richtung Bodensee bleibt trocken. Der Dienstag wird stark bewölkt und nass, die mittlere Temperatur ist 17 Grad. Mittwoch und Donnerstag werden sonnig mit Quellwolken. Es wird circa 20 Grad warm. (kle)
Erstellt: 28.04.2012, 16:06 Uhr
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