Seenot: Sieben Boote kenterten auf dem Bodensee

Aktualisiert am 03.08.2010

Eine Gruppe von Ruderern ist am Dienstag auf dem Bodensee bei Gaissau (Bezirk Bregenz) in Seenot geraten. Die Jugendlichen und ihre Betreuer trieben mehrere hundert Meter vom Ufer entfernt.

Die einen hatten Glück und wurden gerettet, andere nahmen in einer kleinen Abdankungsfeier Abschied vom 49-jährigen, vermissten Bootsführer: Bodensee.

Die einen hatten Glück und wurden gerettet, andere nahmen in einer kleinen Abdankungsfeier Abschied vom 49-jährigen, vermissten Bootsführer: Bodensee.
Bild: Keystone

Suche nach Vermisstem im Bodensee wird fortgesetzt

Die Suche nach dem seit Sonntagabend im Bodensee vermissten Bootsführer ist am Dienstag wieder aufgenommen worden. Die Kantonspolizei St. Gallen geht nicht mehr davon aus, dass der 49- Jährige lebend geborgen werden kann, wie es in einer Medienmitteilung heisst.

Es wird wiederum an Land, auf dem See und aus der Luft nach dem Vermissten gesucht. Vom Helikopter aus wurde am Montag eine Plane für die Abdeckung des Bootsdecks geortet. Taucher haben diese sichergestellt und der Yacht zugeordnet. Bei der Fundstelle der Abdeckung führen Polizeitaucher nun Tauchgänge durch.

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Eine Gruppe von 48 Personen startete am Dienstagvormittag von Rorschach SG und Arbon TG mit zehn Kanus zu einer Rudertour. Schon nach kurzer Zeit geriet die Ruderer in Seenot, sieben Boote kenterten. Zehn Personen wurden von Fischern aus dem Wasser geborgen, informierte die österreichische Seepolizei Hard. Auch die Schweizer Behörden hätten mehrere Personen aufgenommen. Die Jugendlichen sind nach ersten Informationen der Polizei teilweise unterkühlt, aber wohlauf.

Die Kapo St. Gallen schreibt in ihrer Mitteilung: «Keiner der Ruderer trug eine Schwimmweste. Sie waren mehrere hundert Meter vom Ufer des Rheinspitzes im Grenzbereich zu Österreich entfernt. 10 Rettungssanitäter und Ärzte wurden mit mehreren Rettungswagen nach Altenrhein entsandt. Alle involvierten Personen waren sich einig: Das war Glück im Unglück. »

Die Gruppe habe das Wetter falsch eingeschätzt, sagt Hanspeter Krüsi, Sprecher der Kantonspolizei St. Gallen, auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Die flachen Boote hätten sich durch den hohen Wellengang mit Wasser gefüllt. Inzwischen seien aber alle Vermissten gerettet worden. Die Jugendlichen im Alter von 14 bis 19 Jahren und ihre Betreuer nahmen laut Krüsi an einer Seeumrundung teil. (sam/sda)

Erstellt: 03.08.2010, 16:17 Uhr

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