Panorama

Schwedischer Neonazi stiftete zum Diebstahl an

Aktualisiert am 13.01.2010

Weil er mitgeholfen haben soll, vor Weihnachten den Auschwitz-Schriftzug «Arbeit macht frei» zu stehlen, muss sich ein 34-jähriger Schwede vor der polnischen Justiz verantworten.

Drei Tage lang gesucht: Polizeibeamte präsentieren das wiedergefundene Schild.

Drei Tage lang gesucht: Polizeibeamte präsentieren das wiedergefundene Schild.
Bild: Keystone

Die polnische Justiz hat Anklage gegen einen Schweden erhoben, der nach eigenen Angaben an den Planungen zum Diebstahl des Schriftzugs «Arbeit macht frei» vom ehemaligen KZ Auschwitz beteiligt war. Er sei wegen Anstiftung zum Diebstahl angeklagt worden, sagte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Krakau dem Fernsehsender TVN 24.

Demnach beantragte die Strafbehörde zudem Untersuchungshaft für den 34-Jährigen. Sollte diese vom Gericht genehmigt werden, werde die Staatsanwaltschaft unverzüglich einen internationalen Haftbefehl erlassen.

Angeblich bekannter Rechtsextremer

Bei dem Beschuldigten soll es sich Medienberichten zufolge um den ehemaligen Rechtsextremisten-Führer Anders Högström handeln. Er sei als Verbindungsmann vorgesehen gewesen, der den Schriftzug entgegennehmen und verkaufen sollte, sagte der Schwede der Zeitung «Aftonbladet». Er habe jedoch die Polizei informiert.

Der Schriftzug war am 18. Dezember gestohlen und zwei Tage später im Norden Polens wiedergefunden worden. Fünf Verdächtige wurden bereits festgenommen. Ihnen drohen zehn Jahre Haft. (oku/sda)

Erstellt: 13.01.2010, 21:05 Uhr


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