Schon Mitte Oktober droht der Salzmangel
Aktualisiert am 13.10.2011 6 Kommentare
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Die Schweizer Rheinsalinen kämpfen bei der Produktion von Streusalz für den Winterdienst gegen technische Probleme. In der Saline Riburg bei Rheinfelden AG sind die beiden Dampfkompressoren defekt. Die Produktion läuft nur mit halber Kapazität. Es droht ein Salzmangel.
Die neuen Dampfkompressoren seien noch während der Testphase aus bisher nicht geklärten Gründen schwer beschädigt worden, teilten die Schweizer Rheinsalinen heute mit. Die Saline Riburg könne deshalb nicht wie geplant im Oktober den Betrieb wieder aufnehmen.
Im Rahmen einer Grossrevision der technischen Anlagen waren die seit rund vierzig Jahren in Betrieb stehenden Dampfkompressoren ersetzt worden. Über Einzelheiten der technischen Panne will das Unternehmen morgen an einer Medienkonferenz am informieren.
Hoffen auf milden Winter
Die Rheinsalinen rechnen nicht damit, dass das Salz im kommenden Winter gleich ausgeht. «Wir haben mehr Vorräte als im vergangenen Jahr zur gleichen Zeit», sagte Manfred Messmer, Mediensprecher der Rheinsalinen, auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Vieles sei jedoch vom Wetter abhängig.
In den Salinen Schweizerhalle BL und Riburg liegen derzeit rund 105'000 Tonnen Streusalz auf Lager. Dieser Vorrat wird bei einem durchschnittlichen Winter bis Januar ausreichen. Auch die Werkhöfe der Kantone und Gemeinden hätten ihre Lager über die Sommermonate bereits gefüllt, hielt Messmer fest. Zudem werde man Salz aus dem Ausland einkaufen.
190'000 Tonnen Streusalz
Im vergangenen harten Winter hatten die Salzreserven nicht mehr für alle Schweizer Strassen ausgereicht. Der Bezug musste vorübergehend kontingentiert werden. Zwischen Dezember und Ende März lieferten die Rheinsalinen 190'000 Tonnen Auftausalz aus. In einem milden Winter werden rund 50'000 Tonnen Salz benötigt.
Die Rheinsalinen gehören den Kantonen. Nicht mit dabei sind der Kanton Waadt, der in Bex selbst Salz abbaut, und das Fürstentum Liechtenstein. Das Unternehmen beschäftigt in der Nordwestschweiz rund 150 Angestellte.
(wid/sda)
Erstellt: 13.10.2011, 15:03 Uhr
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6 Kommentare
Na dann telefoniert mal jeden Tag mit Petrus und bittet um Milde fuer milden Winter. Allerdings besser waere, sofort bindende Liefervertraege mit ausl. Anbietern abszuschliessen, denn das hat oberste Priorritaet. Vielliecht haftet ja der Turbinenhersteller fuer die hoeheren Kosten oder hat eine Versicherung. Hoffen und Statistiken anderer Winter sind eine schwache Managementleistung. Antworten
Immerhin geht es hier um die Betriebssicherheit unserer Strassen. Wenn diese tatsächlich durch eine defekte Maschine nicht gewährleistet werden kann, so ist der Eindruck den ich von verantwortlichen Behörden, nicht nur in dieser Angelegenheit hatte, genau richtig! Antworten

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