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Pöstler von Zug drei Kilometer mitgeschleift

Aktualisiert am 25.01.2012

Auf der Bahnstrecke zwischen Baar und Zug spielte sich heute ein Drama ab: Ein Postangestellter wurde in der Türe des Gepäckwagens eingeklemmt und rund drei Kilometer weit mitgeschleift. Er überlebte.

Von Baar bis Zug mitgeschleift: Ein Post-Angestellter überlebte den Unfall schwer verletzt. (Google Maps)


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Kurz vor Mittag fuhr der SBB-Interregio Zürich HB-Luzern planmässig im Bahnhof Baar auf Gleis 1 ein. Nach momentanem Kenntnisstand begab sich danach ein 47-jähriger Angestellter der Post vom Gleis 2 aus in den Gepäckwagen ganz am Ende der Zugkomposition, um Pakete auszuladen. Plötzlich schloss sich die Schiebetüre und klemmte den Arm des Mannes ein. Dies teilen die Zuger Strafverfolgungsbehörden in einem Communiqué mit.

Der Zug setzte seine Fahrt fort und schleifte den ausserhalb des Wagens hängenden Mann bis zum rund drei Kilometer entfernten Bahnhof Zug mit. Dort gelang es dem Eingeklemmten, die Türe zu öffnen und sich selbst zu befreien. Schwer verletzt blieb er auf dem Gleisfeld liegen. Aufmerksame Gleisarbeiter der SBB reagierten sofort und warnten rechtzeitig einen Zug, der im Begriff war, die Unfallstelle zu kreuzen.

Verletzungen an dem Beinen

Der alarmierte Rettungsdienst Zug übernahm sofort die Betreuung des schwer an den Beinen verletzten Mannes und brachte ihn ins Spital. Später musste er in eine Spezialklinik überführt werden. Die behandelnden Ärzte bezeichneten seinen Zustand als stabil.

Die genauen Umständen des Unfalles sind zurzeit noch unklar. Der Kriminaltechnische Dienst der Zuger Polizei hat zusammen mit den Fachstellen des Bundes seine Ermittlungen aufgenommen.

Durch den Zwischenfall kam es im Bahnverkehr zu geringen Verspätungen. Die Fahrgäste im betroffenen Zug mussten ihre Reise mit anderen Zügen fortsetzen. Im Einsatz standen neben des Rettungsdienstes Zug und der Zuger Polizei diverse Einsatzkräfte der SBB sowie das Bundesamts für Verkehr. (ami)

Erstellt: 24.01.2012, 16:10 Uhr

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