Nadja Benaissa hofft auf Freilassung
Aktualisiert am 16.04.2009 6 Kommentare
Artikel zum Thema
Die Staatsanwaltschaft Darmstadt versucht nach Angaben ihres Sprechers Ger Neuber, in Kontakt mit dem Verteidiger «eine Lösung für die Untersuchungshaft zu finden». Wann ein Haftprüfungsantrag gestellt wird, wollte Neuber aber noch nicht sagen. Über einen solchen Antrag müsste ein Haftrichter in Darmstadt entscheiden.
Die Sängerin war am vergangenen Samstag wegen Verdachts der gefährlichen Körperverletzung verhaftet worden. Sie soll einen Mann beim ungeschützten Sex mit dem HI-Virus angesteckt und ihm ihre Infektion verschwiegen haben.
Kritik an den Ermittlern
Der Musikmanager Thomas Stein kritisiert die Ermittler wegen der Festnahme vor einem Auftritt in einer Frankfurter Discothek. Er sagte in einem Interview der Münchner «tz»: «Ich glaube, die Staatsanwaltschaft hätte das auch anders lösen können.»
Er glaubt die offizielle Begründung nicht, dass die Sängerin nicht zu Hause hätte angetroffen werden können. «Und man sollte nicht vergessen: Das Mädel hat ein Kind. Wo ist der Schutz für die Kleine vor der breiten Öffentlichkeit?», sagte Stein, der als Juror bei «Deutschland sucht den Superstar» bekanntgeworden war. «Ich würde mir wünschen, dass unser Rechtssystem mit solchen Dingen etwas sensibler umgeht.»
Die Band existiert weiter
Stein bestätigte, dass es schon länger Gerüchte über eine HIV-Infektion der Sängerin gab. «Ich dachte sogar, dass die Trennung der No Angels im Jahr 2003 damit zu tun hatte, weil die Infektion damals immer wieder Thema war.»
Der Manager der No Angels, Khalid Schröder, sagte der AP, ein für Mitte Mai geplanter Auftritt sei abgesagt. «Selbstverständlich gibt es die Band weiter.» Die Kolleginnen stünden alle hinter der 26-Jährigen. In zwei bis drei Monaten werde das neue Album herauskommen.
Ärztekammer warnt vor Leichtsinn bei HIV-Infektion
Die Bundesärztekammer warnt vor Leichtsinn im Umgang mit dem Risiko einer HIV-Infektion. «Kondome sind bisher die einzige Möglichkeit, sich vor einer Ansteckung mit dem HI-Virus zu schützen und die Verbreitung der Krankheit zu verhindern», sagte Ärztekammerpräsident Jörg-Dietrich Hoppe der «Passauer Neuen Presse». «Der Eindruck, dass Aids heilbar sei, ist falsch», betonte er.
Die deutsche Aids-Stiftung warnt derweil vor Vorverurteilungen. Zum Geschlechtsverkehr gehörten bekanntlich zwei. Der strafrechtlich stichhaltige Nachweis zur Frage, wer wen infiziert habe, könne nur über eine Genom-Analyse der Virusstämme geführt werden. Dies werde nach mehreren Jahren wegen der häufigen Mutationen aber kaum noch zu einem Ergebnis führen, sagte Geschäftsführer Ulrich Heide in der «Neuen Osnabrücker Zeitung». (oku/ap)
Erstellt: 16.04.2009, 19:12 Uhr
Kommentar schreiben
6 Kommentare
Panorama
- 11:22Drei Verletzte nach Grossbrand in Einsiedeln
- 07:32Klage gegen Botschaftsfahrer: Polizeiuntersuchung läuft
- 06:53Gewalttätiger Pfingstsonntag in Basel
- 19:17Mädchen in Bosnien acht Jahre als Sklavin gehalten
- 18:30Erster toter Soldat im Himalaya entdeckt
- 17:23Töffunfälle fordern zwei Tote und mehrere Verletzte
Online-Wettbewerb
Jetzt mitmachen!: Gewinnen Sie einen Abend als Statist bei den Tellspielen Interlaken!
Remund führend in Werbetechnik
Kein Wunsch zu aufwendig, kein Format zu gross - Remund Werbetechnik löst jede Aufgabe mit modernster Technik.
Live @ Sunset
11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!






