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Murdoch-Konzern zahlt nach Abhörskandal 4,2 Millionen Franken
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Der Medienkonzern News International hat eingewilligt, im Abhörskandal um ein getötetes Mädchen einen Schadenersatz von insgesamt drei Millionen Pfund (4,2 Millionen Franken) zu bezahlen. Zwei Millionen Pfund (2,8 Millionen Franken) Schadenersatz gehen an die Familie des Mädchens.
Der Konzern von Rupert Murdoch und die Familie des Mädchens bestätigten die Einigung heute. News International erklärte zudem, Murdoch werde eine weitere Million Pfund (1,4 Millionen Franken) an Wohltätigkeitsorganisationen spenden, die von der Familie ausgewählt wurden.
Journalisten der inzwischen eingestellten Boulevardzeitung «News of the World» hatten jahrelang Handy-Mailboxen von Prominenten, Angehörigen getöteter Soldaten sowie Kriminalitätsopfern wie die 13- jährige Entführte abgehört.
Mailbox manipuliert
Der Fall der Schülerin erregte besondere Empörung, weil ein für «News of the World» arbeitender Privatdetektiv nach ihrer Entführung sogar Nachrichten auf ihrer Handy-Mailbox gelöscht haben soll, um Platz für neue Botschaften zu schaffen. Die Angehörigen und die Polizei dachten dadurch, dass das Mädchen noch am Leben sein könnte. Sie wurde dann sechs Monate nach der Entführung tot in einem Wald gefunden.
Der Skandal hatte auch die britische Regierung unter Druck gesetzt, insbesondere weil Premierminister David Cameron den früheren Chefredaktor von «News of the World», Andy Coulson, als Kommunikationschef eingestellt hatte.
Wegen Anschuldigungen über Verbindungen der Polizei zu Murdochs Zeitungsgruppe traten Mitte Juli Scotland-Yard-Chef Paul Stephenson und ein weiterer hochrangiger Beamter der Londoner Polizeibehörde zurück. (rub/sda)
Erstellt: 21.10.2011, 19:35 Uhr
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