Heftiger Schneefall – über 200 Unfälle

Aktualisiert am 17.12.2008 138 Kommentare

Über 200 Unfälle, mindestens 19 Verletzte, blockierte Autobahnen, verspätete Trams und Busse: Die heftigen Schneefälle haben in der Schweiz für etliche Verkehrsprobleme gesorgt.

1/33 111.jpg
Auf den Schweizer Strassen sorgte der Schnee heute Morgen für viele Unfälle.
Bild: Keystone

   

Artikel zum Thema

Leserfotos

Schicken Sie uns Ihre Schneebilder:
MMS an 55555 (5x5)
E-Mail an news@newsnetz.ch

Das Mittelland versank am Mittwochmorgen im Neuschnee: Am stärksten in Kloten ZH, wo es laut MeteoSchweiz um die 15 Zentimeter der weissen Pracht gab. In Bern wurden 12 Zentimeter gemessen. In St. Gallen, Lausanne und Sitten waren es um die 10 Zentimeter, in Basel 6 Zentimeter und in Neuenburg um die 5 Zentimeter.

Auch in den Bergen fiel teilweise wieder viel Neuschnee: In Adelboden BE und Evolène VS wurden jeweils 15 Zentimeter gemessen. Keinen Schnee gab es dagegen in Genf; im Tessin wiederum regnete es.

Staus auf den Autobahnen

Die Schneepracht dürfte zwar die Kinder, weniger aber die Autopendler erfreut haben: Die Kantonspolizeien zählten weit über 200 Unfälle, die alle glimpflich ausgingen. Mindestens 19 Personen verletzten sich, kamen jedoch mit leichten bis mittelschweren Blessuren davon.

Während es im Bahnverkehr nur zu geringen Verspätungen kam, stauten sich überall im Land auf den Autobahnen und Landstrassen die Autos. Insbesondere Lastwagen blieben in Steigungen stecken und verursachten teils kilometerlange Staus.

Prekär waren die Verkehrsverhältnisse insbesondere auf der Nord- Süd-Achse in der Innerschweiz. Zeitweise kam der Verkehr hier zum Erliegen, weil Lastwagen ohne Schneeketten am Berg nicht mehr weiterkamen. Am Nachmittag normalisierte sich die Situation wieder.

Trams und Busse bleiben stecken

Auch die Städte blieben nicht verschont: In Zürich wie in Bern blieben Trams und Busse stecken. Einzelne Strassen in Zürich mussten gar ganz für den Verkehr gesperrt werden. In Lausanne kämpften die Busse ebenfalls mit dem Schnee.

Hinzu kam ein Ausfall der Lausanner Metro, der jedoch mit dem Schnee nichts zu tun hatte. Drei Züge mussten evakuiert werden, einer in einem Tunnel und zwei im Freien. Die eingeschlossenen Passagiere mussten bis zu 45 Minuten auf Hilfe warten.

Am Flughafen Kloten ZH führte der starke Schneefall zu Verspätungen von bis zu zwei Stunden. 20 Flüge wurden wegen der Wetterbedingungen annulliert, wie Sonja Zöchling, Sprecherin der Flughafenbetreiberin Unique, auf Anfrage sagte. Der Flughafen Bern- Belp musste gar um 10 Uhr für eine Weile ganz geschlossen werden.

Tierpark Dählhölzli geschlossen

Der Schnee hatte indes nicht nur für die Autofahrer Konsequenzen: Aus Sicherheitsgründen musste auch der Berner Tierpark Dählhölzli geschlossen werden. Unter der Schneelast brachen bereits am Morgen erste Äste ab.

Wer nun nach dem erneuten Schneefall auf weisse Weihnachten hofft, sollte sich nicht zu früh freuen. Zwar soll es laut MeteoSchweiz am Freitag ebenfalls schneien; am Samstag könnte es dann aber vermehrt regnen. Sollte der Regen dem Schnee den Garaus machen, wären die weissen Weihnachten dahin. Ab Montag erwarten die Meteorologen nämlich kaltes, trockenes Wetter. (bru/oku/ap/sda)

Erstellt: 17.12.2008, 22:01 Uhr

138

Kommentar schreiben







 Ausland





Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

138 Kommentare

Peter Bullinger

17.12.2008, 10:07 Uhr
Melden

Herr Riggenbach in der Stadt St.Gallen klappt die Schneeräumung tadellos. Antworten


Aldi Trachsel

17.12.2008, 09:15 Uhr
Melden

Wir Flachländer sind Schnee mit seinen Auswirkungen ganz einfach nicht mehr gewöhnt und rufen bei Schneefall sofort nach den Räumtrupps (man zahlt ja schliesslich seine Steuern). Nehmen wir die weisse Pracht stattdessen doch einmal als das, was sie ist, nämlich Niederschlag, welcher der Klimaerwärmerung zum Trotz noch immer einen richtigen Winter ausmacht und auch seine schöne Seiten hat. Antworten



Panorama

Populär auf Facebook Privatsphäre

Meistgelesen in der Rubrik Panorama

Telefonbuch

Marktplatz