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Mindestens 135 pakistanische Soldaten von Lawine verschüttet
Das Unglück ereignete sich nahe des Siachen-Gletschers an der Grenze zu Indien. (Video: Reuters)
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Bei einem Lawinenunglück in Pakistan sind mindestens 135 Soldaten der pakistanischen Armee verschüttet worden. In einem Wettlauf gegen die Zeit versuchten Rettungskräfte, mit Spürhunden und Helikoptern unter den Schneemassen Überlebende zu finden.
Berichten des Staatsfernsehens zufolge hatten die Rettungskräfte Schwierigkeiten, schweres Gerät in die abgelegene Region zu bringen. Die Lawine sei am frühen Morgen auf einen Militärstützpunkt nahe des Siachen-Gletschers im Bezirk Gayari niedergegangen, sagte ein Armeesprecher. «Mehr als hundert Soldaten der NLI (Nördliche Leichte Infanterie), darunter ein Oberst, wurden eingeschlossen.»
Region von Indien und Pakistan beansprucht
In den Bergen Pakistans, des benachbarten Afghanistan und der Kashmir-Region herrschen oft extreme Wetterbedingungen. Durch Lawinen und Erdrutsche werden immer wieder Strassen unpassierbar und Dörfer von der Aussenwelt abgeschnitten.
Die Kashmir-Region liegt zu Teilen in Pakistan und zu Teilen in Indien. Beide Seiten beanspruchen die gesamte Region für sich. Seit der Unabhängigkeit von Grossbritannien 1947 führten die beiden Atommächte zwei ihrer drei Kriege um die Region.
Beide Länder entsandten Tausende Soldaten nach Kashmir, wobei bereits mehr Soldaten durch die extremen Wetterbedingungen als durch Kampfhandlungen getötet worden sein sollen. Erst im Februar wurden mindestens 16 indische Soldaten von zwei Lawinen getötet. (fko/sda)
Erstellt: 07.04.2012, 08:56 Uhr
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