Milde Strafe für pädophilen Schweizer

Aktualisiert am 12.03.2010

Ein Schweizer Ex-Banker musste sich in Thailand wegen Sex mit Buben vor Gericht verantworten. Ihm drohten bis zu 20 Jahre Gefängnis. Doch dorthin muss er nun nicht.

Wurde in flagranti erwischt: Schweizer in Thailand

SF / Rundschau

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Heute wurde das Urteil gegen den 55-Jährigen in der thailändischen Stadt Chiang Mai gefällt. Und es ist erstaunlich mild, wie die «Tagesschau» berichtet. Der Schweizer kommt mit zwei Jahren Bewährung davon. Möglich wären auch vier bis 20 Jahre gewesen, wie berichtet wird. Das Gericht begründete das überraschende Urteil damit, dass sich der Mann schuldig bekannt hatte und nicht vorbestraft war. Und Geld an Thailand «gespendet» habe.

Der Mann war im vergangenen November bei einer Polizeirazzia in einem Hotelzimmer in Chiang Mai mit minderjährigen Buben in flagranti überführt worden. Und dabei auch gefilmt worden. Eines der Opfer, ein 14jähriger Junge, stammt aus der Provinz Chiang Rai, im Norden Thailands. Seine Familie gehört einer diskriminierten ethnischen Minderheit an, die vor Jahrzehnten aus dem nahen Burma zuwanderte und noch immer nicht die thailändische Staatsbürgerschaft besitzt.

Für Kenner der thailändischen Justiz ist das heute gefällte Urteil nichts Aussergewöhnliches. 70 Prozent der Pädophilie-Fälle in Thailand würden ohne Bestrafung enden, berichtete die «Tagesschau». (sam)

Erstellt: 12.03.2010, 19:53 Uhr

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