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Mehrfamilienhaus explodiert – sieben Verletzte
Von David Weber, Lukas Bertschmann. Aktualisiert am 14.04.2012 9 Kommentare
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An der Augsterheglistrasse im Pratteler Wohnquartier «Längi» ist es zu einer Gasexplosion in einem 4-stöckigen Wohnhaus gekommen. Teile des Gebäudes sind daraufhin eingestürzt. Es stand ein Grossaufgebot an Rettungskräften im Einsatz.
Im Verlaufe der Rettungsarbeiten haben die Einsatzkräfte sieben Personen aus dem beschädigten Gebäude geborgen. Vier Personen sind schwer verletzt, drei Betroffene trugen leichte Verletzungen davon. Die Verletzten wurden, unter anderem mit der Rega, in Behandlung gebracht.
Gemäss Auskunft der Einwohnerkontrolle Pratteln sind im betroffenen Gebäude 34 Personen gemeldet, wobei die Anwesenheit von Besucherinnen und Besucher nicht auszuschliessen war. Zwei Personen galten zunächst als vermisst. Sie konnten nun ausfindig gemacht werden.
Die Bergungsarbeiten gestalten sich schwierig, so Schadenplatzkommandant Beat Krattiger. Mehrere der verletzten Personen befanden sich unter Trümmerteilen eingeschlossen und mussten zuerst mit Rettungshunden aufgespürt und mit erheblichem Aufwand geborgen werden. Die Wucht der Explosion war derat gewaltig, dass in den angrenzenden Häusern mehrere Scheiben eingedrückt wurden.
Gasexplosion
Nach aktuellem Stand der Untersuchungen sind Ursache und Hergang des Unfalls weiterhin unklar, vermutet wird aber nach wie vor eine Gasexplosion.
Vor Ort sind Dutzende Feuerwehrleute, Polizisten und Sanitäter im Einsatz. Mit einem Kran wurden die Überreste des zerstörten Gebäudeteils abgetragen. Ebenfalls vor Ort befinden sich Sachverständige der Industriewerke Basel-Stadt (IWB), der Elektrizitätswerke Baselland (EBL) und der Staatsanwaltschaft Basel-Landschaft.
Die Gemeinde Pratteln kümmert sich um alle betroffenen Personen, die derzeit nicht in ihre Wohnungen zurückkehren können. Sie werden mit Nahrungsmitteln und Kleidung versorgt und erhalten eine provisorische Unterkunft. Ausserdem wurde in einer nahe gelegenen Turnhalle eine Betreuungsstelle eingerichtet. Das Care-Team des Kantonalen Krisentabs Basel-Landschaft betreut betroffene Personen vor Ort.
Das Gebäude, in dem sich der Unfall ereignete, ist nicht einsturzgefährdet, wie ein Fachexperte für Statik feststellte. Problematisch gestalten sich für die Rettungskräfte hingegen die losen Trümmerteile in den betroffenen Wohnungen. Diese erschweren die Rettungsarbeiten. Die Räumung und Absicherung der betroffenen Wohnungen ist im Gange.
Die Ermittlungen zum Unfallhergang am Schadenplatz und die Aufräumarbeiten werden voraussichtlich weitere 2-3 Tage in Anspruch nehmen. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 14.04.2012, 22:04 Uhr
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9 Kommentare
Diese Siedlung kenne ich,das ist das Multikulti Quartier von Pratteln.Nur so nebenbei!Wenn es
sich wirklich um eine Gasexplosion handelt,hatten die Bewohner doch noch grosses Glück.Dass es keine toten gab.Mit Gas ist nämlich nicht zu spassen,man lässt lieber die Finger davon.Wenn man keine Ahnung hat.Dass dort mit Gas gekocht oder geheizt wird,das denke ich eher nicht.
Dieser Bau ist relativ neu!
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