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M13 wird zum Grenzgänger – zweiter Bär entdeckt

Aktualisiert am 18.04.2012

Der Jungbär M13 hat in den letzten Tagen offenbar mehrmals die österreichisch-schweizerische Grenze überquert. Wildhüter im Tirol melden zudem die Entdeckung eines zweiten Bären.

1/7 M13 wurde in der Nacht auf den 12. April mit einem Sender versehen.
Bild: Amt für Jagd und Fischerei Graubünden

   

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Der Engadiner Braunbär M13 ist zum Grenzgänger geworden. Das gut zweijährige Jungtier hat sich in den letzten Tagen offenbar abwechselnd im Unterengadin und im österreichischen Bundesland Tirol aufgehalten.

Noch könne man nicht davon sprechen, dass M13 abgewandert sei. Vielmehr halte sich der Bär gegenwärtig genau im schweizerisch-österreichischen Grenzgebiet auf, sagte der Bündner Jagdinspektor Georg Brosi heute auf Anfrage.

Der Bärenbeauftragte des Landes Tirol, Martin Janovsky, teilte heute mit, im Grenzgebiet bei Pfunds streife derzeit ein zweiter, völlig unauffälliger und nicht markierter Bär umher. Dieses Tier ist noch nicht identifiziert. Bei Pfunds wurden Bienenstöcke zweier Imker beschädigt. Welcher Bär diese Schäden verursachte, wird derzeit abgeklärt.

Einmal vergrämt

Der Bär M13 war am Karsamstag erstmals in der Nähe von Scuol im Unterengadin gesichtet worden. Weil sich das Tier auffällig verhielt und sich in bewohntem Gebiet bewegte, fingen es die Jagdbehörden ein und legten ihm ein Senderhalsband um. Anschliessend musste der überwachte Jungbär bisher einmal mit amerikanischen Bärenpatronen bei Scuol vergrämt, also verscheucht, werden.

Seither habe sich M13 unauffällig verhalten und sich nicht mehr bewohnten Siedlungen genähert, sagte Jagdinspektor Brosi. Der Einwanderer aus Italien kundschaftete die Gegend ausgiebig aus. Nach Angaben Brosis unternahm der Jungbär ausgedehnte Touren auf beiden Talseiten des Unterengadins, bevor er sich Richtung schweizerisch- österreichische Landesgrenze aufmachte.

In Sachen Bären arbeiten die Behörden aus der Schweiz und aus Österreich eng zusammen. Die Zusammenarbeit umfasst die Überwachung der Bären, auch Entscheide über weitere Schritte sollen gemeinsam getroffen werden, wie das Bundesamt für Umwelt (Bafu) mitteilte.

(mrs/sda)

Erstellt: 17.04.2012, 16:53 Uhr

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