Panorama
Justiz ermittelt wegen Zuhälterei gegen Strauss-Kahn
Aktualisiert am 26.03.2012 8 Kommentare
Bildstrecke
Artikel zum Thema
- Anne Sinclair schiesst gegen die Medien
- Britische Wut auf Strauss-Kahn
- «Damen wurden mir von Polizisten vorgestellt»
- Strauss-Kahn zahlt laut Bericht Millionen – Anwälte dementieren
- Prozess gegen Strauss-Kahn in New York eröffnet
- Die Ökonomie der Geschlechter
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
In der Affäre um Sexpartys hat die französische Justiz am Montag ein formelles Ermittlungsverfahren gegen den früheren IWF-Chef Dominique Strauss-Kahn eingeleitet. Die Vorwürfe lauten auf «organisierte Zuhälterei», wie die Staatsanwaltschaft nach einer stundenlangen Befragung des 62-Jährigen durch Untersuchungsrichter in Lille erklärte.
Strauss-Kahns Anwälte teilten mit, dieser habe alle Vorwürfe «mit grösster Entschiedenheit» zurückgewiesen. Er habe nichts von Prostituierten gewusst. Laut Staatsanwaltschaft wurde Strauss-Kahn gegen Kaution auf freien Fuss gesetzt, aber unter Polizeiaufsicht gestellt.
Der frühere Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF) hatte sich Ende Februar wegen der Callgirl-Affäre bereits für zwei Tage in Polizeigewahrsam befunden.
Bis zu 20 Jahre Haft
Strauss-Kahn hatte an einer Reihe von Sexpartys in Luxushotels in Paris und in den USA teilgenommen. Für die Prostituierten sollen Unternehmer bezahlt haben. Unklar ist, ob Strauss-Kahn wusste, dass es sich bei den zu den Partys eingeladenen Frauen um Prostituierte handelte. Er bestreitet dies.
Ausserdem versuchen die Ermittler herauszufinden, ob der frühere IWF-Chef sich über die Herkunft des Gelds im Klaren war, mit dem die Partys bezahlt wurden.
Auf Beteiligung an Zuhälterei stehen in Frankreich bis zu 20 Jahre Haft, für Beihilfe zur Veruntreuung von Firmengeldern drohen bis zu fünf Jahre Gefängnis. An den Sexpartys hatte auch die Nummer zwei der Polizei für Nordfrankreich, Jean-Christophe Lagarde, teilgenommen. (kpn/sda)
Erstellt: 26.03.2012, 23:47 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
8 Kommentare
Na klar, Zuhälterei. Strauss-Kahn hatte ja beim IWF praktisch nichts zu tun und
massenhaft Zeit für einen solchen Nebenjob ...
Meine Prognose: Diese ganze lächerliche Show wird auf einen Schlag zuende gehen, sobald Sarkozy in hohem Bogen aus dem Amt geflogen ist.
Antworten
Panorama
Alles für Abonnenten und Abonnentinnen
Laden Sie sich Ihr ePaper auf Ihren Computer und blättern Sie gratis und ab 5 Uhr früh in Ihrem "Bund".
Flugpreise vergleichen
Vergleichen Sie die Flugpreise von verschiedenen Reiseanbietern und finden Sie das beste Angebot.
Abopreise vergleichen
Der Handy-Abovergleich mit Ihrem gewünschten Mobiltelefon und Prepaid-Angeboten.
Jetzt wechseln und sparen
Finden Sie in nur fünf einfachen Schritten die optimale Fahrzeugversicherung.


Bitte warten
Sportbilder der Woche


























