Panorama

Jugendliche entdecken Propeller der Dakota

Aktualisiert am 02.08.2012

Der Gauligletscher hat wieder ein Wrackteil des vor 66 Jahren abgestürzten US-Flugzeugs freigegeben: Drei junge Männer sind beim Wandern über einen Propeller gestolpert.

Kannten die Dakota schon als Kinder: Die drei jungen Bergsteiger Manuel Rufener und Peter Fluehmann (Berner Oberland) und Lucas Kocher (Calgary, von links), posieren neben ihrem Fundstück. (31. Juli 2012)

Kannten die Dakota schon als Kinder: Die drei jungen Bergsteiger Manuel Rufener und Peter Fluehmann (Berner Oberland) und Lucas Kocher (Calgary, von links), posieren neben ihrem Fundstück. (31. Juli 2012)
Bild: Keystone

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Die Gauligletscher-Rettung

Die Gauligletscher-Rettung
Historische Aufnahmen der spektakulären Rettungsaktion nach dem Absturz des US-Passagierflugzeugs Dakota im Jahr 1946.

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Am 19. November 1946 musste eine amerikanische Militärmaschine im dichten Nebel auf dem Gauligletscher im Berner Oberland notlanden. Fast 66 Jahre später entdecken drei junge Bergsteiger einen Propeller der Dakota C-53.

Dies berichtete «Schweiz aktuell» von Schweizer Fernsehen SRF. Die 18-Jährigen, die vier Tage auf dem Gletscher unterwegs waren, hatten das Wrackteil am letzten Freitag entdeckt.

Glückliche Berner Alpinisten

Einer der jungen Männer kommt aus Kanada, zwei stammen aus dem Berner Oberland. Sie hätten die Geschichte der Dakota schon als Kinder gekannt, sagte einer der Einheimischen in der Sendung. Über den Fund zeigten sich die jungen Alpinisten überglücklich.

Die Maschine war im Nebel vom Kurs abgekommen und konnte mit Glück zwischen steil abfallenden Felswänden am Südhang des Rosenhorns auf dem Gauligletscher landen. An Bord der Dakota befanden sich zwölf Personen, darunter solche im Generalsrang sowie vier Offiziersfrauen.

Eingeschneit und im Eis versunken

Fünf Tage und Nächte mussten die Verunglückten in eisiger Kälte auf 3350 Meter über Meer ausharren, bis sie schliesslich in einer beispiellosen Rettungsaktion geborgen werden konnten. Nicht zuletzt unter dem Druck der amerikanischen Behörden wagten Schweizer Militärpiloten schliesslich die erste Rettung im Hochgebirge aus der Luft.

Mit zwei Fieseler Storch-Flugzeugen landeten Victor Hug und Pista Hitz auf dem Gletscher. Die Passagiere konnten wohlbehalten nach Meiringen BE geflogen werden. Die Rettung markiert den Beginn der Luftrettung in der Schweiz und gilt als Geburtsstunde der Rettungsflugwacht Rega.

Die Maschine war nach dem Unglück eingeschneit worden und im Eis versunken. Immer wieder sind im Lauf der Jahre einzelne Wrackteile zum Vorschein gekommen. (fko/sda)

Erstellt: 02.08.2012, 20:46 Uhr

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