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«Ein Panther kann problemlos ein Rind reissen»

Aktualisiert am 09.05.2012 14 Kommentare

Weiter herrscht Unklarheit über das mysteriöse Tier im Kanton Solothurn. Es häufen sich Meldungen von Leuten, die einen Panther gesehen haben wollen – oder ist es doch nur ein Hund?

1/12 Diese Falle sollte den Panther fangen: Die Kastenfalle im Wald bei Kestenholz ist nun weggeräumt worden. (8. Mai 2012)

   

Umgebaute Luchsfalle: Marcel Tschan vom Solothurner Amt für Wald, Jagd und Fischerei erklärt, wie der Panther gefangen werden soll. (Video: Jan Derrer)

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«Es muss ein entlaufenes Tier sein»: Robert Käser spricht mit Tagesanzeiger.ch/Newsnet über die Begegnung mit dem Panther. (Video: Jan Derrer)

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Das Rätsel um den mutmasslichen Panther im Kanton Solothurn geht weiter. Bis heute um 8 Uhr morgens gab es keine neuen Erkenntnisse, wie Marcel Tschan, Leiter des kantonalen Amtes für Jagd und Fischerei, gegenüber DerBund.ch/Newsnet sagt: «Unsere Köder bei den Fotofallen haben nur Füchse und Raubvögel angelockt.»

Auch eine Kontrolle der gestern aufgestellten Kastenfalle ergab keine neuen Erkenntnisse. Die Konstruktion soll einen SMS-Alarm auslösen, wenn sie zuschnappt.

In der Region Kestenholz sind zudem über 20 Fotofallen im Einsatz. Deren drei sind gemäss Tschan mit Rehkadavern bestückt. Die Mehrheit der Fallen war im Zusammenhang mit einem Projekt aufgestellt worden, in dem Rothirsche aus dem Berner Mittelland in den Solothurner Jura umgesiedelt werden.

Ein schwarzes schnelles Tier

Aus der Bevölkerung seien gestern den ganzen Tag über und auch heute früh weitere Sichtungsmeldungen eingegangen, sagt Tschan weiter. Die Erinnerungen reichten dabei bis ins Jahr 2009 zurück. Allerdings sei Vorsicht geboten: «Die meisten sagen, es sei ihnen ein schwarzes Tier sehr schnell über den Weg gerannt – es könne nur ein Panther sein. Solche Aussagen sind schwierig einzuschätzen.»

Grundsätzlich nehme man aber jeden Hinweis ernst. Als wirklich glaubwürdig schätzt Tschan insgesamt vier Meldungen ein, wie er heute Morgen gegenüber DerBund.ch/Newsnet sagt. Als erster hatte Förster Robert Käser die Sichtung eines schwarzen Raubtieres mit langem Schwanz gemeldet. Die Meldungen hätten sich mittlerweile auf die Kantone Bern und Baselland ausgeweitet, so Tschan.

Panther-Berichte aus Süddeutschland

Weiterhin gibt es keine Hinweise auf eine mögliche Herkunft eines Panthers. Sämtliche Zoos und Zirkusse wurden von den Behörden abgeklappert. Das Bundesamt für Umwelt meldete gestern, im süddeutschen Raum (Bayern über Baden-Württemberg) seien seit Oktober 2011 mehrfach Sichtungen eines Panthers gemeldet worden. Auch dort ist den Behörden jedoch nichts von einer entwichenen Raubkatze bekannt.

Dass eine solche zudem unbemerkt ins Schweizer Mittelland gelangt sei, halten Experten für unwahrscheinlich bis unmöglich. «Man hätte zumindest Spuren von ihm sehen müssen», sagt Hans Schmid, Leiter Tierpflege beim Zoo Zürich gegenüber DerBund.ch/Newsnet.

Zwei bis drei Kilo Fleisch am Tag

Schmid hält einen Panther in der freien Schweizer Natur durchaus für überlebensfähig: «Es ist sehr realistisch, dass ein Panther auch einen strengen Winter wie den vergangenen problemlos überlebt. Er ist sehr klimahart.»

Wenn der Panther tatsächlich irgendwo entwichen sei, könne er vermutlich nicht gut jagen: «Da bedient er sich vermutlich lieber am Aas.» Ein freilaufender Panther könne theoretisch auch Nutzvieh jagen: «Diese Raubkatze ist sehr kräftig und vermag ein Rind problemlos zu reissen.» Ein Panther benötigt pro Tag rund zwei bis drei Kilo Fleisch.

Schwarzer Hund vermisst

Laut einem Bericht von NZZ Online wird in der Region Kestenholz auch ein schwarzer Hund vermisst, der den Beschreibungen entsprechen könnte. Dabei handle es sich jedoch um einen Rottweiler, so Tschan. Auf einen solchen Hund treffe die Beschreibung des gesichteten Tieres nicht zu.

Neben den Augenzeugenberichten spricht laut Tschan auch ein in der Gegend gefundenes komplett ausgeweidetes Reh für einen Panther. Von der Beute könne allerdings nicht mit Bestimmtheit auf den Jäger geschlossen werden.

Ein Panther gehöre nicht zur einheimischen Tierwelt, sagte Reinhard Schnidrig, Chef Sektion Jagd beim Bundesamt für Umwelt (Bafu) , gestern in der «Tagesschau» des Schweizer Fernsehens. Er müsse daher aus verschiedenen Gründen weg. Es könne versucht werden, den schwarzen Panther einzufangen. Bei einer Gefahr müsse er aber abgeschossen werden.

Mit Informationen der sda. (ami)

Erstellt: 09.05.2012, 16:47 Uhr

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14 Kommentare

Beat Keller

09.05.2012, 09:56 Uhr
Melden 120 Empfehlung 0

Unsere schwarze Katze Beauty ist übrigens megaschnell. Leider lebt sie nicht im Raum Solothurn und kommt deshalb als Bestie von Kestenholz nicht in Frage. Aber erkundigen sie sich einmal bei der lokalen Mäusepopulation im zürcher Oberland bezüglich der Gefählichkeit. Sie ist legendär. Antworten


Stalder Otto

09.05.2012, 10:13 Uhr
Melden 67 Empfehlung 0

Achtung an alle die "Schwarze" Hunde halten. Ein Schwarzer Labrador könnte noch schnell mit einem Panther verwechselt werden. Darum alle Labi halter sofort zum Hunde Coiför und den Hund Pink umfärben (damit gäbs dann den Pink Panther) Ja schön die Geschichten die entstehen, sogar die leer Batterie. Ich finde es auch schlimm das "alles und jeder" unbemerkt in die Schweiz kommt ohne sich anzumelden Antworten



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