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Freier Fall vom Rand des Weltalls geplant

Aktualisiert am 07.02.2012 3 Kommentare

Der Extremsportler Felix Baumgartner will nicht nur einen, sondern gleich vier Rekorde brechen – mit einem Sprung aus 36'000 Metern Höhe. Die Hauptprobe für das waghalsige Vorhaben ist gelungen.

1/7 Mit einem speziellen Anzug will Baumgartner den Rekordsprung wagen.
Bild: Red Bull Stratos

   

Video: Der Trailer zum Rekordversuch

(Quelle: Red Bull Stratos)

Der Rekord-Basejumper

Felix Baumgartner hat bereits an vielen Hotspots der Erde Basejumps absolviert, wie zum Beispiel vom World Financial Center T101 in Taipei, einst das höchste Gebäude der Welt. Auch der bisher niedrigste Basejump der Geschichte, jener von der Christusstatue in Rio de Janeiro, geht auf das Konto des Österreichers. 2003 überflog er mit einem Carbon-Flügel am Körper als erster Mensch den Ärmelkanal im freien Fall.

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Es wäre der höchste Absprung, der am längsten dauernde freie Fall, der höchste bemannte Ballonflug und das erste Mal, dass ein Mensch ohne Fluggerät die Schallgeschwindigkeit durchbricht: Mit seinem Sprung aus 36'000 Metern Höhe würde Felix Baumgartner vier Rekorde auf einmal aufstellen.

Der Plan: An Bord eines Stratosphärenballons soll der Extremsportler aus Österreich 36 Kilometer Höhe gewinnen. Dann will er sich vom Ballon in Richtung Erde stürzen – in einem freien Fall von mehr als fünf Minuten Dauer.

Erster Rekord vor 52 Jahren

Die Bewährungsprobe hat der Extremsportler aus Österreich bereits bestanden. In Texas hat er einen Druckkammertest absolviert, der die Bedingungen in Weltraumnähe simulierte. Der Test ist erfolgreich verlaufen, wie das Team von Raumfahrt-Experten berichtet, das Baumgartner beim Sprung begleitet. «Wir konnten die Tauglichkeit unseres Equipments verifizieren und planen nun die ersten bemannten Tests», sagt Ingenieur Art Thompson. Stattfinden wird die Mission in Roswell (New Mexico). Die Wetterbedingungen seien dort günstig, das Gebiet spärlich bevölkert und die nötige Infrastruktur vorhanden.

Wann es zum entscheidenden Sprung kommen wird, steht noch nicht fest. «Das hängt von verschiedenen Faktoren ab, beispielsweise der Wetterlage», sagt Rebecca Jäckli von Red Bull Schweiz auf Anfrage von DerBund.ch/Newsnet. Man wolle das Projekt aber noch in diesem Jahr zu Ende bringen.

Neue Daten für Medizin und Wissenschaft

Ebenfalls in Roswell wurde vor 52 Jahren jener Rekord aufgestellt, den Baumgartner nun brechen will: Colonel Joe Kittinger hatte sich damals auf 31'000 Metern Höhe aus einem offenen Ballon gestürzt. Kittinger steht Baumgartner nun bei seinem Projekt als Berater und Mentor zur Seite.

Baumgartner hat in seiner Karriere als Extremsportler schon viele spektakuläre Basejumps absolviert (siehe Kasten). Dieser Sprung im Rahmen der Mission «Red Bull Stratos» hat aber selbst für ihn eine ganz neue Dimension. Fünf Jahre hat er mit seinem Team aus führenden Technikern und Wissenschaftlern für die Entwicklung von Ausrüstung und Sicherheitsprotokollen aufgewendet.

Dem Basejumper geht es aber nicht nur darum, Rekorde zu brechen. «Ich will Pionierarbeit leisten und der Nachwelt etwas hinterlassen», sagt Baumgartner. Der Sprung soll neue Daten für Medizin und Wissenschaft liefern, mit denen beispielsweise Beschleunigungseffekte am menschlichen Körper bei Überschallgeschwindigkeit erforscht werden können. So soll dereinst die Sicherheit für Raumfahrt-Profis und potenzielle Weltraum-Touristen erhöht werden. (fko)

Erstellt: 07.02.2012, 14:54 Uhr

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3 Kommentare

Norbert Kaufmann

07.02.2012, 15:47 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Wer bezahlt solche unsägliche, blösinnige Aktivitäten ? Über Sinn oder Unsinn und Erkenntnisse für die Medizin, Wissenschaft und Menschheit kann man ja stundenlang diskutieren. Als hätten wir keine anderen Probleme auf dieser Erde. Hier geht's doch um Wichtigtuerei und Adrenalinkick und nicht mehr. Antworten


Martin Cesna

08.02.2012, 11:33 Uhr
Melden

Wenn er Pech hat, kommt er als gut gekühlter Zapfen herunter. Vorher wäre die Atemapparatur eingefroren und er etwas sauerstoffarm verschieden. Antworten



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