Fischzüchter Raab erleidet Herzinfarkt vor Medienkonferenz

Aktualisiert am 26.01.2010

Hans Raab, der im St. Galler Rheintal Melander züchtet, wollte am Mittwoch seine 100-Millionen-Klage gegen den Kanton St. Gallen präsentieren.

Umstritten: Melander-Züchter Hans Raab.

Umstritten: Melander-Züchter Hans Raab.
Bild: Keystone

Der deutsche Melander-Züchter Hans Raab hat am frühen Dienstagabend an seinem Wohnort in Liechtenstein einen schweren Herzinfarkt erlitten. Die für Mittwoch anberaumte Medienkonferenz in Oberriet findet deshalb nicht statt. Raab sei nicht mehr ansprechbar gewesen; er sei ins Spital von Grabs SG gebracht worden, sagte dessen Medienberater Peter Ziegler zur Nachrichtenagentur SDA.

An der Medienkonferenz am morgigen Mittwoch in Oberriet wollte Hans Raab über eine mögliche 104-Millionen-Klage gegen den Kanton St. Gallen informieren. Ein Anwalt und Professor aus Heidelberg hat die Klageschrift bereits verfasst.

Schlachtmethode verboten

In den Bau der Melander-Fischfarm in Oberriet hatte Raab rund 40 Millionen Franken investiert. Er liess seine Welse auf eine Art schlachten, die in der Schweiz nicht zulässig ist. Wenige Monate nach der Eröffnung der Fischfarm untersagte ihm der Kanton St. Gallen die Schlachtmethode. Im Mai 2009 fuhr Raab den Betrieb herunter. Seither werden dort nur mehr Melander gezüchtet, aber nicht mehr geschlachtet. (vin/sda)

Erstellt: 26.01.2010, 19:59 Uhr

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