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Fall Riehen: Der mutmassliche Täter war einst ein erfolgreicher Manager

Aktualisiert am 23.09.2010

Der 59-Jährige, der in Riehen vermutlich seine Familie getötet hat, war seit längerer Zeit ohne Arbeit. Früher war er offenbar ein gefragter Mann. Einmal hat er sogar den Bundesrat auf einer Geschäftsreise begleitet.

1/5 Zutritt verboten: Ein Absperrband blockiert den Weg zum Haus, in dem die drei Leichen gefunden wurden.
Bild: Keystone

Drei Tote bei Familiendrama in Riehen

   

Der Mann, der seine Familie und sich selbst getötet haben soll, hatte früher offenbar Kaderpositionen in verschiedenen Logistik- und Speditionsfirmen inne. Dies berichtet der «Blick» in seiner heutigen Ausgabe. Der Mann sei in Riehen aufgewachsen und dort zur Schule gegangen, Ende der Sechzigerjahre habe er in der Gemeinde mit Freunden in einer Band gespielt.

Seine 49-jährige Frau habe in Riehen eine Tagesstätte für Kinder betrieben, die 13-jährige Tochter «erfolgversprechend»Tennis gespielt. An Juniorenturnieren sei der Vater jeweils hinter dem Grill gestanden. Die Tochter hat zudem gemäss Aussagen einer Nachbarin «ganz toll Klavier gespielt».

War die Arbeitslosigkeit der Auslöser?

Offenbar überschattete dann aber der Verlust der Arbeitsstelle das Familienleben. Im November 2008 sei die Firma, bei welcher der 59-Jährige angestellt war, übernommen worden, berichtet «Blick». Seine Filiale sei aufgelöst worden. Nachbarn sagten gegenüber der Zeitung, er habe danach nicht mehr gearbeitet. Offenbar löste dies bei ihm einiges aus. «Früher sah man ihn oft grillieren, fröhlich mit der Tochter spielen», lässt sich eine Anwohnerin zitieren. «Aber in den letzten Monaten grüsste er nicht einmal mehr.»

Für den einstigen Manager musste der Verlust der Stelle ein harter Schlag gewesen sein. «Blick» sucht darin das Motiv für die Verzweiflungstat, zumal der Familienvater früher offenbar ein gefragter Mann war. Höhepunkt der Karriere sei eine Geschäftsreise nach Marokko gewesen. Im Mai 2003 habe der Mann als Geschäftsleitungsmitglied einer international tätigen Basler Spedition eine Wirtschaftsmission des damaligen Bundesrats Joseph Deiss mit Economiesuisse-Präsident Ueli Forster begleitet.

Erstellt: 23.09.2010, 08:42 Uhr

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