Panorama

«Facebook-Fall» ist geklärt

Aktualisiert am 28.04.2009 1 Kommentar

Vier Monate nach der Schlägerei im Berner Rosengarten in der Silvesternacht konnte die Polizei vier Jugendliche und einen jungen Erwachsenen ermitteln. Eines der Opfer hatte die Täter via Facebook gesucht.

Die tätlichen Auseinandersetzungen von Silvester im Berner Rosengarten, die wegen privater Ermittlungen von Facebook-Nutzern Schlagzeilen machten, sind geklärt. Die Behörden waren die besseren Fahnder und haben fünf mutmassliche Täter identifiziert.

Bei diesen handelt es sich um vier Jugendliche und einen jungen Erwachsenen, wie das Untersuchungsrichteramt Bern-Mittelland und die Kantonspolizei Bern am Dienstag mitteilten.

Körperverletzung, Raubversuch und Drohung

Vier sind geständig, einer wird durch Zeugen belastet. Sie werden sich wegen Körperverletzung, Raubversuchs und Drohung vor den zuständigen Richtern zu verantworten haben. Der junge Erwachsene befindet sich in Untersuchungshaft.

Nach einer der Schlägereien im Berner Rosengarten gründete eines der Opfer auf der Internet-Kontaktplattform «Facebook» die Gruppe «Tätersuche Messerstecherei Rosengarten» und rief zu Hinweisen auf die Täterschaft auf. Berner Zeitungen sagte der Mann, in eine Anzeige bei der Polizei stecke er wenig Hoffnung.

Teil der Ermittlungsarbeit

Der Mann setzte auch eine Belohnung für Hinweise aus. 1900 Personen schlossen sich der Gruppe an. Die Zeitungen liessen in der Folge Experten zu Wort kommen, welche sich zur Zulässigkeit von Facebook-Fahndungen äusserten.

Franz Märki von der Kantonspolizei Bern sagte nun am Dienstag auf Anfrage, der Fahndungserfolg beruhe nicht auf Facebook. Die Internetplattform sei aber Teil der Ermittlungsarbeit gewesen. (cpm)

Erstellt: 28.04.2009, 16:17 Uhr

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1 Kommentar

Ronnie König

28.04.2009, 13:26 Uhr
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