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Explosion im Stadion: Erste Strafe für verletzten Täter
Von Lucienne-Camille Vaudan. Aktualisiert am 04.11.2011 367 Kommentare
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Beim Auswärtsspiel gestern Abend zwischen dem FCZ und Lazio Rom kam es zu einem schweren Unfall. Offenbar explodierte einem FCZ-Anhänger eine Petarde in der Hand. Wie die römische Polizei auf Anfrage von DerBund.ch/Newsnet sagt, befinden sich heute Morgen noch drei Personen im Spital. Neben den Verletzungen an der Hand habe einer der Geschädigten Verletzungen am Gesässmuskel davongetragen.
Der Pressesprecher von Lazio Rom, Nicola Laragione war gestern Abend im Stadion und beschreibt den Knall als «aussergewöhnlich laut für italienische Verhältnisse». Er habe allerdings nur eine einzige Explosion vernommen. Der Zürcher Fan, der den Sprengkörper zündete und nun im Spital liegt, wurde wegen Pertardenbesitzes angezeigt und in einem ersten Verfahren bereits zu drei Jahren Stadionverbot in ganz Italien verurteilt. Weitere juristische Schritte gegen den verletzten Zürcher werden eingeleitet.
Wie schwer die Verletzungen der Betroffenen sind, ist zurzeit noch unklar. Laut «Blick» soll die Hand des Petardenwerfers zerfetzt worden sein. Dabei verlor er drei Finger. Zahlreiche weitere Fans, die in der Nähe standen, sollen ebenfalls verletzt worden sein und teils schwere Verbrennungen und Hörstürze erlitten haben.
Keine Tickets mehr für FCZ-Fans
FCZ-Pressesprecher Giovanni Marti war im Spielertunnel, als er den ersten lauten Knall hörte. Eine zweite Explosion vernahm er, als die Spieler einmarschierten: «Während des ganzen Spieles haben wir nichts über einen Unfall vernommen», sagt er auf Anfrage. Erst nach dem Match seien erste Informationen über den Vorfall im Fansektor durchgesickert.
Der Mediensprecher des FCZ reagiert mit absolutem Unverständnis: «Wir sind sehr bestürzt über den Vorfall, es kann doch nicht sein, dass an jedem FCZ-Spiel etwas passiert.» Deshalb habe man noch am gestrigen Abend im Hotel beschlossen, für das Auswärtsspiel in der Uefa Europa League vom 1. Dezember 2011 in Lissabon keine Gästesektor-Tickets an die FCZ-Fans abzugeben.
Die Leitung des Zürcher Fussballklubs erwägt auch weitere Massnahmen und will die Verantwortlichen zur Rechenschaft ziehen. Zuerst müsse man aber genau verstehen, was überhaupt passiert ist: «Im Moment ist die Informationslage zu vage, wir wollen uns nicht alleine auf die Beobachtungen eines Journalisten stützen», sagt Giovanni Marti gegenüber DerBund.ch/Newsnet.
(DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 04.11.2011, 12:48 Uhr
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