Erotikmesse sorgt für rote Köpfe
Von Nadja Noldin. Aktualisiert am 15.03.2010 5 Kommentare
Schon vor drei Jahren sorgte die Erotikmesse «Amor» in Bern für Ärger. Vor allem die Ankündigung, dass während der Messe auf dem BEA-Gelände auch Livesex geboten werde, stiess bei Politikern, Teilen der Bevölkerung und christlichen Kreisen auf Kritik. Jetzt soll die umstrittene Sexmesse vom 16.April bis 18.April in der Markthalle Langenthal stattfinden. Die Bewilligung hat der Regierungsstatthalter bereits erteilt.
EVP ist empört
Die EVP Langenthal ist entsetzt und wehrt sich heftig gegen die geplante Sexmesse. «Bedenklich ist, dass nach den Minarett- und Neonazi-Geschichten Langenthal wieder in negative Schlagzeilen gerät», empört sich Grossrat und Präsident der EVP Langenthal Daniel Steiner. Er befürchtet für die Stadt «einen Imageschaden». Steiner ruft die zuständigen Behörden deshalb zum Handeln auf. Die Markthalle sei eine stadteigene Liegenschaft, die vermietet wird – «hier kann die Stadt schon mitreden», ist Daniel Steiner überzeugt.
Pressesprecher der Erotikmesse ist kein Geringerer als der Berner Erotikstar und Entertainer J.P. Love. Er sieht den Versuchen der EVP eher gelassen entgegen: «Ich habe das Gefühl, das ist Wahlpropaganda», meint er. Er sehe das Problem nicht, «wir machen einfach eine Messe». Ihn würde des vielmehr überraschen, wenn diese nicht stattfinden würde. Klar werde viel nackte Haut zu sehen sein und Erotikstars aus dem In- und Ausland erwartet, «Livesex wird es aber in Langenthal definitiv nicht geben», betont J.P. Love. (Berner Zeitung)
Erstellt: 15.03.2010, 08:56 Uhr
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