Elf Sibirische Tiger in chinesischem Zoo verhungert

Aktualisiert am 12.03.2010

Elf in Metallkäfige gehaltene Tiger sind an Unterernährung gestorben. Der Zoo kämpft mit Geldproblemen.

Fast ausgestorben: In China trifft man die sibirischen Tiger nur noch in Wildpärken und Zoos an.

Fast ausgestorben: In China trifft man die sibirischen Tiger nur noch in Wildpärken und Zoos an.
Bild: Keystone

Wie die Zeitung «China Daily» berichtet, wurden die Tiger im Wildtierzoo in der Provinz Liaoning in kleinen Metallkäfigen gehalten und erhielten lediglich Hühnerknochen als Nahrung. Die elf Tiger seien über einen Zeitraum von drei Monaten an Unterernährung gestorben, zitierte die Zeitung den Vizechef der Tierschutzstation Shenyang. Zwei weitere seien im November von der Polizei erschossen worden, nachdem die hungrigen Grosskatzen einen Pfleger angegriffen hätten.

Die Zeitung «Liaoshen Wanbao» schrieb auf ihrer Website, der Zoobetreiber habe vergeblich versucht, Vermögenswerte des Tierparks zu versteigern, um an Geld zu gelangen. Viele Mitarbeiter hätten seit 18 Monaten keinen Lohn mehr erhalten. Sibirische Tiger sind vom Aussterben bedroht, in freier Wildbahn leben nur noch schätzungsweise 300 von ihnen. (jak/ddp)

Erstellt: 12.03.2010, 10:22 Uhr

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