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«Ein Rückschlag für die russische Flugzeugindustrie»

Von Olivia Raths. Aktualisiert am 10.05.2012 17 Kommentare

Der Suchoi Superjet 100 gilt als grosser Hoffnungsträger von Russlands Flugzeugindustrie. Gestern ist er auf einem Demoflug in Indonesien abgestürzt. Was das für die russische Zivilluftfahrt bedeutet.

Ein Hoffnungsträger hebt ab: Der Superjet 100 des russischen Herstellers Suchoi an der 48. Paris Air Show 2009 am Flughafen Le Bourget.

Ein Hoffnungsträger hebt ab: Der Superjet 100 des russischen Herstellers Suchoi an der 48. Paris Air Show 2009 am Flughafen Le Bourget.
Bild: Reuters

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Er ist das Prestigeprojekt der russischen Flugzeugindustrie: Der Suchoi Superjet 100, das erste russische Passagierflugzeug seit dem Zerfall der Sowjetunion. Vor fast genau vier Jahren hob es zum ersten Mal ab, inzwischen wurden 15 Stück davon gebaut. Im Februar erhielt der Jet mit dem Zertifikat der Europäischen Luftsicherheits-Agentur (Easa) die Zulassung für EU-Länder.

Hansjörg Bürgi, Chefredaktor der Aviatikzeitschrift «Skynews.ch», hat am Aérosalon in Paris 2009 und 2011 eine Demonstration des Suchoi Superjets 100 mitverfolgt. «Die Maschine ist absolut modern und erfüllt die heutigen Anforderungen, auch was den Lärm betrifft», sagt er gegenüber DerBund.ch/Newsnet. Die Qualität des Flugzeugs sei jener von vergleichbaren 100-Plätzern, etwa von Bombardier oder Embraer, ebenbürtig. Zudem sei der Superjet 100 um einiges günstiger.

Bereits bei zwei Airlines in Betrieb

Nun ist ein Demoflugzeug dieses Typs verschollen, nachdem auf einem Demonstrationsflug in Indonesien der Funkkontakt abgebrochen ist. Die Maschine mit ihren – je nach Angaben – 44 bis 46 Insassen ist «möglicherweise abgestürzt», wie ein Sprecher der indonesischen Rettungsdienste auf «Spiegel online» zitiert wird.

«Das ist ein Rückschlag für die russische Luftfahrtindustrie», so Bürgi. «Sollte das Flugzeug tatsächlich abgestürzt sein, wäre das – nach der jahrelangen Arbeit und der erhaltenen Easa-Zertifizierung – ein Dämpfer für den Hersteller Suchoi und die Zivilluftfahrt in Russland.»

Mit dem Superjet 100 wollten die Russen mitmischen im Markt der Passagierflugzeuge, der dominiert wird von Airbus, Boeing, Bombardier, Embraer und vielleicht schon bald auch von der chinesischen Comac. Bereits in Betrieb ist der Superjet 100 bei der russischen Aeroflot sowie bei der armenischen Airline Armavia. Von mehreren Interessenten sind Dutzende Bestellungen eingegangen. (DerBund.ch/Newsnet)

Erstellt: 09.05.2012, 16:56 Uhr

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17 Kommentare

ali kazemi

09.05.2012, 19:21 Uhr
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Dieses Flugzeug hat eine EASA-Zertifizierung u wurde in einem aufwändinge Prozedere von europäischen Expoerten geprüft. Darum ist es nicht unsicherer als westliche Maschine:Bei Neueinführungen sind unerwartete Erreignisse immer denkbar.Ich erinnere mich wie A320 auch bei einer Vorführung vor Kameras abgestürzt ist.Man muss die Untersuchungen abwarten, um genau zu wissen, wass passiert ist Antworten


Frederick Wenck

09.05.2012, 18:03 Uhr
Melden 12 Empfehlung 0

Ein schwerer Rückschlag! Der Suchoj-100 war das seit Jahren erste neue russische Passagierflugzeug, wenn da was nicht rund läuft auf der Werbetour, bleibt das lange hängen. Sollte tatsächlich ein Unglück passiert sein, würde das natürlich die Freude über den seit Putin (und von ihm tatkräftig unterstützten) wiederauferstandenen Flugzeugbau trüben. Antworten



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