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«Diese Aussagen sind falsch und grotesk»
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Die Medienberichte, wonach ihr Hausrat bei einer Gant am Donnerstagabend in Schindellegi (SZ) versteigert wurde, seien falsch, schreibt Patty Schnyder in einer Stellungnahme. Im Weiteren dementiert sie Berichte über Pfändungen im vergangenen Jahr: «Diese Aussagen sind grotesk und falsch». Das vierseitige Schreiben der früheren Tennisspielerin, die bis im letzten Jahr am oberen Zürichsee gewohnt hat, umfasst auch ein paar Dokumente, die ihre Sicht der Dinge belegen sollen.
Wem gehören dann die Gegenstände, die das Betreibungsamt Höfe versteigert hat? In der Darstellung von Patty Schnyder handelt es sich um Habseligkeiten, die im Besitz eines früheren Treuhänders gewesen sind. Die 33-Jährige betont, dass der Treuhänder Andrew B. sie und ihren Ehemann betrogen habe. Trotz fehlender Vollmachten soll er auf ihre Bankkonten und Kreditkarten Zugriff gehabt haben. Um den Schaden zu mildern, habe sie alle Gegenstände im Besitz von Andrew B. sichern lassen. Bei der Lagerung im Haus einer Transportfirma seien jedoch teils wertvolle Waren im Gesamtwert von zirka 27'000 Franken verschwunden, klagt sie.
Ein Treuhänder mit vielen Aufgaben
Laut Schnyder war der Treuhänder Andrew B. nicht nur für die Verwaltung der Preisgelder und die Organisation ihrer Tour zuständig. Er kümmerte sich auch um die Planung eines Buchs sowie um die Bearbeitung der Fanpost. Dies sei auch der Grund, weshalb Fanpost, Fotos, Trainingstagebücher und andere aussortierte Dinge von ihr im Besitz von Andrew B. gewesen und damit bei der Versteigerung in Schindellegi unter den Hammer gekommen seien.
Auf Anfrage wollte der Betreibungsbeamte Franz Stössel keine Angaben machen, welche Gegenstände der Gant Schnyder gehört haben sollen. Nebst persönlichen Dingen, die ohne Zweifel Schnyder zugeordnet werden konnten, kamen auch Tennisrackets, Tennisbälle, Pokale und Taschen mit Sportkleidern zur Versteigerung.
Mit ihrer Stellungnahme widerspricht Schnyder dem Pfändungsprotokoll des Betreibungsamts Höfe, in das eine DerBund.ch/Newsnet bekannte Person Einsicht hatte. Und sie widerspricht einem Bericht von TeleZüri, der sich auf Informationen von verschiedenen Gläubigern von Schnyder stützt.
Rechtliche Schritte gegen ehemaligen Treuhänder
Gemäss einem amtlichen Betreibungsauszug vom letzten Sommer belaufen sich die Forderungen gegen Schnyder auf knapp 380'000 Franken. Als die Sache im letzten Jahr publik wurde, wies die frühere Tennisspielerin darauf hin, dass die Verschuldung durch «Urkundenfälschungen und Unterschlagungen in mehreren Fällen» des ehemaligen Treuhänders Andrew B. zustande gekommen sei. Damals liess Schnyder auch verlauten, dass sie straf- und zivilrechtliche Schritte gegen Andrew B. einleiten werde. (DerBund.ch/Newsnet)
Erstellt: 28.04.2012, 14:55 Uhr
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