Panorama

Der März war bisher viel zu warm

Aktualisiert am 25.03.2012

Die Schweiz hat ihr erstes Frühlingswochenende des Jahres erlebt. Fast überall schien die Sonne, nur in wenigen Regionen fiel ein wenig Regen. Laut Meteonews waren die Temperaturen deutlich zu hoch.

Am Wochenende wurden in Zürich 17,2 Grad gemessen: Ein Pärchen am Ufer des Zürichsees.

Am Wochenende wurden in Zürich 17,2 Grad gemessen: Ein Pärchen am Ufer des Zürichsees.
Bild: Keystone

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Pünktlich zum Anfang der Sommerzeit wurde die Schweiz am Wochenende mit frühlingshaften Temperaturen verwöhnt. Insgesamt waren die Temperaturen trotz Bise auf der Alpennordseite für die Jahreszahlen zu warm.

Am wärmsten war es mit 21 Grad am Wochenende im Wallis. In Basel und im Tessin kletterte das Thermometer auf 20 Grad. In Zürich wurden maximal 17,2 Grad gemessen, in Genf 17,9 Grad.

Die am Wochenende gemessenen Temperaturen seien deutlich zu hoch gewesen, sagte der Meteorologe Christophe Voisard von Meteo Schweiz am Sonntag der Nachrichtenagentur sda. Insgesamt hätten sie zwischen 4 und 7 Grad über dem langjährigen Durchschnitt gelegen.

Viel zu warm

Gemäss dem Wetterexperten war der ganze Monat März bislang viel zu warm - ungefähr 4 Grad über dem Langzeitschnitt. Das sei aber kein Rekord. 1994 sei es im März sogar 5 Grad zu warm gewesen.

Gemäss Meteonews steuert der Monat März aber auf einen Rekordwert bei den Sonnenstunden hin. Die Zahl der Sonnenstunden liege bereits eine Woche vor Monatsende weit über den langjährigen Mittelwerten, schrieb das Unternehmen.

So seien in Bern bislang 193 Sonnenstunden gezählt worden (Mittel: 127 Stunden), in Genf 171 (121) und in Zürich-Kloten 172 (115). Meteonews rechnet inzwischen damit, dass in diesem März in Bern oder Genf die Marke von 250 Sonnenstunden geknackt werden dürfte. Damit würden dann Werte wie in einem «typischen Juli» erreicht.

Noch deutlicher waren die Unterschiede bei der Sonnenscheindauer in der Ostschweiz: In St. Gallen wurden bislang 184 Sonnenstunden gemessen, statt wie im Mittel 101. Und auf dem Säntis lachte im März bis jetzt während gar 208 Stunden die Sonne. Durchschnittlich scheint die Sonne auf dem Säntis im März «nur» während 139 Stunden.

Zu trocken

Die Sonne hat jedoch auch Schattenseiten: Bislang sei der März zu trocken gewesen, auch wenn er gewöhnlich nicht ein «nasser» Monat mit vielen Niederschlägen sei, sagte Voisard von Meteo Schweiz.

Auch am Wochenende blieb es in den meisten Gebieten trocken. In der Region um den Thunersee im Berner Oberland war am Samstagabend aber Donnergrollen zu hören, und es fielen einige Tropfen Regen. Auch im Prättigau im Bündnerland und in Luzern regnete es am Samstagabend leicht. Im Südtessin tröpfelte es dann am Sonntag etwas.

Bodenfrost im Mittelland

Dass es bis zum Sommer aber noch dauert, war jeweils am frühen Morgen zu spüren. Im Mittelland hätten die Temperaturen bei unter Null Grad gelegen und es habe Bodenfrost gegeben, sagte Voisard.

Die Tiefsttemperaturen wurden nach seinen Angaben in Langnau im Emmental mit minus 3,8 Grad und südlich von Bern mit minus 2,7 Grad gemessen.

(wid/sda)

Erstellt: 25.03.2012, 22:41 Uhr

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