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Dem Silicon Valley droht der Untergang
Aktualisiert am 13.04.2012 30 Kommentare
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Facebook, (FB 25.66 -0.38%) Google, (GOOG 699.94 -1.12%) Apple & Co.: Im Silicon Valley sind einige der wertvollsten und innovativsten Hightech-Unternehmen der Welt versammelt. Doch die milliardenschweren Unternehmen stehen auf äusserst unsicherem Fundament – im wahrsten Sinne des Wortes.
Das Gelände, auf dem die IT-Unternehmen ihre Hauptsitze errichtet haben, ist durch den Klimawandel ernsthaft bedroht. Sollte der Meeresspiegel in den nächsten Jahrzehnten nämlich ansteigen, droht den Bürogebäuden und Tausenden Häusern nahe der Bucht von San Francisco laut Stadtentwicklern die Überflutung.
Spenden, Steuern, Staatsbeiträge
Die kalifornische Senatorin Diane Feinstein hat darum eine Initiative zur Rettung des weltberühmten IT-Standorts gestartet. Gemeinsam mit einer Gruppe von Unternehmern will sie eine Milliarde Dollar an Spenden sammeln, wie Feinstein gestern bekannt gab. Mit diesem Geld sollen die alten Deiche rund um die Halbinsel von San Francisco durch grössere ersetzt werden, um das Gebiet besser vor Überflutungen zu schützen.
Für die Kosten aufkommen sollen also nicht in erster Linie die betroffenen Firmen. Neben den freiwilligen Spendern werden laut Berichten der amerikanischen Nachrichtenplattform Huffingtonpost.com sowohl die Regierung als auch der Staat zur Kasse gebeten. Ausserdem ist geplant, einen Teil der Kosten durch Steuereinnahmen zu begleichen.
Zurück zur Natur
Das Silicon Valley ist Teil der San Francisco Bay Area. Die Bucht ist derzeit von niedrigen Dämmen umgeben, die vor mehr als 100 Jahren zum Schutz der Salzwasserteiche gebaut wurden. Laut den Behörden sind diese Dämme aber nicht geeignet, um die heutigen Gebäude im Silicon Valley zu schützen. «Dutzende von Häusern befinden sich in einem Überflutungsgebiet», sagt Steve McCormick, Präsident einer kalifornischen Stiftung für Umweltschutz, gegenüber Huffingtonpost.com. Bei einer Überschwemmung würde «Land im Wert von mehreren Milliarden Dollar» unbrauchbar werden, warnt McCormick.
Der grösste Teil des 1-Milliarden-Dollar-Topfes wird laut den Verantwortlichen für den Bau neuer Staudämme ausgegeben werden. Zusätzlich sollen aber auch rund 145 Quadratkilometer Feuchtgebiet renaturiert werden, das schliesslich ebenfalls dem Schutz vor Hochwasser dienen soll. (fko/dapd)
Erstellt: 13.04.2012, 17:31 Uhr
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